Ein Blick auf A17.4

Von Max Stanley | Weiterbildung | Oktober 1, 2025

19 Minuten zum Lesen

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A17.4 dient als praktischer Leitfaden für Rettungskräfte, Gebäudepersonal und Feuerwehren bei Aufzugsrettungen. Der Schwerpunkt liegt auf Schulungen, dem Zugang zu Schlüsseln der Gruppen 1–3 und einem schriftlichen, gerätespezifischen Notfallplan gemäß A17.1. Rettungsteams sollten mit klar definierten Rollen, geeignetem Werkzeug und regelmäßigen Übungen organisiert sein. Gebäudepersonal darf Rettungseinsätze im Aufzugsschacht nur innerhalb der im Code festgelegten Grenze von 90 cm (3 Fuß) von einem Treppenabsatz durchführen; Evakuierungen von Kabinendächern und Notausstiege über die Kabinenüberdachung sind ausschließlich geschultem Personal der Feuerwehr vorbehalten. Vor jeder Rettungsmaßnahme müssen die Einsatzkräfte den Aufzug stromlos machen und sperren/kennzeichnen, die Stromabschaltung überprüfen, Türbegrenzer vom Treppenabsatz aus überwinden, die Kommunikation mit den Fahrgästen aufrechterhalten und die Kabine verschlossen lassen, bis ein qualifizierter Aufzugstechniker die Anlage überprüft hat. Die Verfahren und Prüfungen der Phasen I und II des Feuerwehrdienstes werden behandelt.

Die Verfahren sind im Kodex beschrieben.

von Max Stanley

A17.4 2015 ist ein Leitfaden für Rettungskräfte, die selten von Personen besucht werden, die bei Aufzugseinschlüssen oder der Durchführung der Feuerwehrdienste Phase I und II reagieren. Der Code A17.1 definiert, wer Rettungskräfte sind und auf welche Schlüssel und Geräte sie im Notfall Zugriff haben sollten. Definitionen in A17.1 2022:

Notfallpersonal: Personen, die in der Bedienung von Notstrom- oder Standby-Stromversorgung sowie in der Bedienung von Feuerwehr-Notfällen oder in der Notevakuierung geschult sind. A17.1 2022 2.12.6.2.4 (j)

Lernziele

Nach dem Lesen dieses Artikels sollten Sie in der Lage sein:

  • Kennen Sie den Standort der Schlüssel und Geräte der Gruppen 1–3 und haben Sie Zugriff darauf, einschließlich des Maschinenraums und des Maschinenraumschlüssels.
  • Stellen Sie fest und bestätigen Sie, dass der festgefahrene Aufzug stromlos ist.
  • Befolgen Sie die Rettungsverfahren des Leitfadens für Notfallpersonal A17.4.
  • Befolgen Sie den Rettungsplan.
  • Halten Sie die richtige Ausrüstung für die Landung und die Verfahren im Maschinenraum bereit.

Vorrichtung zum Entriegeln von Schachttüren (Muss im Notfall auch dem Rettungspersonal zur Verfügung gestellt werden). A17.1 2022 8.1.1 Schlüssel dienen ausschließlich zur Bedienung von Vorrichtungen der Gruppen 1, 2, 3 oder 4. 8.1.2 Gruppe 1 (Schlüssel) Nur für Aufzugspersonal, außer

i) Notzugangstüren

(j) Entriegelungsvorrichtung für die Schachttür

8.6.1.2.2 (8) e) (1)

(1) Evakuierungsverfahren für Aufzüge durch autorisierte Personen und Notfallpersonal müssen vor Ort verfügbar sein (siehe 8.6.11.5.2 und ASME A17.4). Aus Sicht des Codes sind dies die Gründe, warum Notfallpersonal angewiesen oder geschult sein und Zugang zu den Geräten und Schlüsseln haben sollte, die für die Durchführung eines Notfalls erforderlich sind.

Gemäß A17.1 8.6.11.5.2-6 muss das Notfallpersonal einen schriftlichen, gerätespezifischen Notfallplan vor Ort bereithalten, der zugänglich ist. Die als Notfallpersonal benannten Personen erhalten eine Kopie des Plans. Eine Liste dieser Notfallpersonals muss der AHJ vor Ort zugänglich sein.

A17.4 ist, wie der Titel schon sagt, ein Leitfaden für Rettungskräfte. Es handelt sich hierbei nicht um einen umfassenden Kodex, und es können auch nicht alle Variablen oder möglichen Gefahren am Arbeitsplatz detailliert beschrieben werden, da die Komplexität und der Umfang des Kodex seinen Zweck als Leitfaden für Rettungskräfte ohne Erfahrung als Aufzugstechniker verfehlen würden.

A17.4 Leitfaden für Einsatzkräfte 2015

Ihr Autor hält einen Kurs zu A17.4 ab, der in zwei Teilen abgehalten wird. Zunächst wird der Codetext in PowerPoint präsentiert. Anschließend gibt es eine Frage-und-Antwort-Runde, um etwaige Missverständnisse über den Aufzug im Allgemeinen oder die Funktionsweise des Aufzugs in Phase I und II des Feuerwehreinsatzes zu klären. Der zweite Teil des Kurses beinhaltet eine praktische Anwendung der Aufzugsrettung und des Feuerwehreinsatzes.

Im Vorwort des Codes A17.4 wird erläutert, warum er verfasst wurde. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Reaktion auf die Forderung von Gebäudeeigentümern, Mietern und Betriebsleitungen nach einer Anleitung für die Evakuierung von Fahrgästen aus einem blockierten Aufzug durch sorgfältig ausgewähltes und geschultes Gebäudepersonal, um zeitnah reagieren zu können. Diese Mitarbeiter werden anschließend in die Liste der Notfallkräfte eingetragen. Es wird dringend empfohlen, die Evakuierung von Fahrgästen aus Aufzügen unter direkter Aufsicht des Aufzugspersonals durchzuführen; die Situation kann jedoch ein sofortiges Eingreifen erfordern.

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Der Code A17.4 wurde unter Beteiligung der Aufzugsindustrie und der National Fire Protection Association verfasst. In vielen Fällen von Einklemmungen sind Gebäudepersonal und Feuerwehrleute die Ersthelfer. Dieser Code ist ein schriftlicher Leitfaden für Feuerwehrleute und geschultes Gebäudepersonal. Einige der im Abschnitt „Rettungsmaßnahmen“ beschriebenen Verfahren gelten ausschließlich für Rettungskräfte und Feuerwehr. Diese Verfahren werden in diesem Artikel erläutert.

Ich muss erwähnen, dass, wenn mich ein Kunde mit der Präsentation des Kurses A17.4 beauftragt, ein Besuch vor Ort stattfindet, um einen angemessenen Erfolg der Rettungsaktion sicherzustellen. Die Türverriegelung und der/die Türbegrenzer des Schachts werden getestet und die Brandschutzmaßnahmen Phase I und II werden durchgeführt. Diese Prüfungen werden durchgeführt, damit die Kursteilnehmer mit einem ordnungsgemäß funktionierenden Aufzug arbeiten. Oftmals sind die Schlüssel für den Zugang zum Maschinenraum, zur Feuerwehr und zum Stoppschalter nicht vor Ort, die Türschlösser sind nicht richtig eingestellt und die erforderlichen Protokolle zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Phase I und II sind nicht vorhanden. Der Kunde erhält eine Liste mit Fragen zu den Bedingungen vor Ort, hinsichtlich des Zugangs zu den richtigen Werkzeugen und Schlüsseln sowie der unterbrechungsfreien Nutzung des Aufzugs während der Kurspräsentation.

Sobald diese organisatorischen Probleme gelöst sind, kann der Unterricht mit einer gewissen Erfolgsaussicht fortgesetzt werden.

Einführung

Die Einleitung zu A17.4 enthält sehr klare Empfehlungen. Evakuierungen sollten immer unter Aufsicht eines Aufzugstechnikers durchgeführt werden. Die Situation kann jedoch ein sofortiges Eingreifen erfordern. Ich habe Aufzugsservice-Anbieter kontaktiert; die automatische Verwaltungsöffnung weist im Notfall darauf hin, die örtliche Feuerwehr anzurufen.

Aufzugstechniker verfügen über Erfahrung und Kenntnisse der Steuerung. In manchen Situationen kann der Techniker den Aufzug sicher in eine Etage fahren, um den Ausstieg durch die Etagentür zu ermöglichen.

In der Einleitung wird außerdem darauf hingewiesen, dass geschulte Aufzugstechniker die in diesem Code beschriebenen Verfahren befolgen sollten. Ihre Vertrautheit mit der gerätespezifischen Konstruktion und Bedienung trägt wesentlich zur Sicherheit und zum Erfolg einer Rettung bei.

Teams organisieren

Der Gebäudeeigentümer muss sein Personal auswählen und in den richtigen Evakuierungsverfahren schulen. Es wird dringend empfohlen, dass zwei Mitglieder eines Teams auf einen Notruf reagieren. Die Rolle jedes Teammitglieds muss vor jedem Rettungsversuch bekannt sein. Ein Teammitglied wird außerhalb des blockierten Aufzugs postiert. Das zweite Teammitglied wird im Maschinenraum stationiert. Es ist daher am besten, wenn die ausgewählten Teammitglieder beide Rollen kennen. Wenn das Gebäude rund um die Uhr belegt ist, müssen die Teams einsatzbereit sein, um entsprechend reagieren zu können. Wenn es nicht möglich ist, während aller Schichten Notfallteams einzusetzen, sollten die Einsatzkräfte angewiesen werden, außerhalb der Geschäftszeiten die örtliche Feuerwehr und den Rettungsdienst zu rufen, da das Aufzugstelefon rund um die Uhr von einem Callcenter beantwortet werden muss. Feuerwehr- und Rettungsteams müssen ebenfalls geschult werden.

Die Liste der zur Vorbereitung eines Evakuierungsversuchs benötigten Werkzeuge kann in zwei Gruppen unterteilt werden.

Erstens: Rettungskräfte, die vom Gebäudeeigentümer oder der Gebäudeverwaltung benannt und für den Notfallbetrieb der Aufzüge in der Anlage geschult wurden. Diese Rettungskräfte sollten Rettungsaktionen nur durch die Schachttüren innerhalb eines Meters vom Treppenabsatz durchführen dürfen. Jenseits dieser Entfernung vom Treppenabsatz wird die Rettung zu einem Aufzugsdach-ähnlichen Vorgang.

Obwohl 3 Fuß die äußerste Grenze im Codetext ist, kann ein Einsatz jenseits der Nivellierungszone von >18 Zoll unpraktisch sein. Außerhalb dieser Entfernung vom Treppenabsatz ist die Türbegrenzung möglicherweise nicht mehr zugänglich. Je nach Insassen und deren Zustand kann der Rettungsversuch zudem körperliche Anstrengungen erfordern, die die Fähigkeiten des Teams übersteigen. Die Gebäudeverwaltung hat oft eine spezifische Richtlinie bezüglich der maximalen Entfernung des Aufzugs vom Treppenabsatz, über die hinaus kein Rettungsversuch unternommen werden sollte.

Liste der Werkzeuge für Gebäudepersonal, das zur Durchführung von Rettungsmaßnahmen berechtigt ist

  • Taschenlampe
  • „Schlüssel“ zum Entriegeln von Schachttüren (Schulung gemäß A17.1 8.6.11.5.4 vor Ausgabe oder Verwendung erforderlich.)
  • Lockout/Tagout-Ausrüstung (Haspe und Schloss, Unterbrecher erfordern spezielle Vorrichtungen, um Verriegelungen zu ermöglichen.)
  • Zweiwege-Kommunikationsgeräte (Mobiltelefone oder Funkgeräte, Test zwischen Maschinenraum/Stockwerk des festgefahrenen Aufzugs)
  • *Obwohl nicht vorgeschrieben, betone ich die Notwendigkeit von Absperrungen mit Warnschildern und gelben Tafeln. Der Hauptzweck besteht darin, einen Bereich für die Rettung auf der Landestation zu schaffen, wenn die Schachttür mehr als 6 cm von der verriegelten Position geöffnet ist.
  • Türkeilwerkzeug (um zu verhindern, dass der Rollenschließer der Schachttür stört)

Feuerwehr und Rettungsdienst bilden eine zweite Gruppe mit zusätzlicher Ausrüstung, die für eine Rettung vom Aufzugsdach benötigt wird. Da der Aufzug mehr als einen Meter von der Haltestelle entfernt ist, ist dieser Vorgang komplexer und das Sicherheitsrisiko deutlich höher. Die Rettung eingeschlossener Passagiere durch die Notluke im Aufzugsdach sollte nur als letztes Mittel erfolgen. Die Notwendigkeit der Einhaltung des in A17.4 beschriebenen Verfahrens kann nicht genug betont werden.

Feuerrettungswerkzeuge für die Evakuierung von Autodächern zusätzlich zur obigen Liste 

  • Leitern
  • Absturzsicherungen (für Rettungskräfte, die den Schacht betreten, und für die eingeschlossenen Passagiere, wenn diese befreit werden)
  • Rettungsleinen (normalerweise ein Verbindungsmittel, das an fester Ausrüstung auf dem Dach befestigt werden kann, beispielsweise an der Traverse)
  • Werkzeuge zum gewaltsamen Eindringen
  • Umfragetools

Schulung und Einweisung von RFDs

Lokale Aufzugspersonal-Teams sollten in jedem Gebäude in ihrem Zuständigkeitsbereich in den korrekten Verfahren zur Evakuierung von Passagieren gemäß A17.1 Abschnitt 8.6.11.5.4 geschult werden. Der Kodex besagt, dass die RFDs die Kenntnisse und Schulungen lokaler Aufzugswartungsunternehmen nutzen sollten. Viele Aufzugsunternehmen bieten diese Schulung nicht an.

Nach Abschluss der Schulung sollten Rettungsübungen regelmäßig durchgeführt werden. Dabei werden die Teammitglieder über die Vorgehensweisen aufgefrischt, die Werkzeuge überprüft, die Ablaufdaten der Absturzsicherungen geprüft und generell eine Bestandsaufnahme der benötigten Werkzeuge durchgeführt, da diese leicht verlegt oder ausgeliehen werden können. 

Sowohl das Gebäudenotdienstpersonal als auch die Rettungskräfte der Feuerwehr sollten schriftliche Anweisungen für jedes einzelne Teammitglied haben. Diese Anweisungen sollten klar und prägnant sein und eine schrittweise Beschreibung der zu ergreifenden Maßnahmen sowie Telefonnummern für Hilfe, z. B. für Aufzugswartung, enthalten. Um die Schlüssel im Gebäude richtig zu platzieren, sollte jeder Schlüssel beschriftet sein. Kopien des Codes A17.4 sind verfügbar, um die Anweisungsanforderungen von A17.1 zu erfüllen.

Lockout / Tagout-Verfahren

Jede Organisation, jedes Gebäudepersonal und jede RFD sollte zudem über ein schriftliches Verfahren zur Sperrung und Kennzeichnung der Aufzugsstromversorgung verfügen. Sobald das Team festgestellt hat, dass die Stromversorgung für die restliche Evakuierung unterbrochen werden muss, sollte der Trennschalter gezogen oder in die Aus-Position geschaltet und der Überfallschutz und das Schloss installiert werden. Einige Aufzüge verfügen über einen Leistungsschalter für die Stromquelle. Stellen Sie sicher, dass die erforderliche mechanische Verriegelung vorhanden ist, um den Leistungsschalter in der Aus-Position zu sichern.

Es ist sehr wichtig zu prüfen, ob der an der Rettung beteiligte Aufzug stromlos ist. Das Teammitglied am Aufzug sollte mit den Insassen sprechen und sie bitten, die Stockwerktasten und Türöffnungstasten zu drücken und zu prüfen, ob die Stockwerksanzeige noch leuchtet. Wenn die Tasten leuchten oder die Anzeige weiterhin leuchtet, ist der Strom nicht abgeschaltet.

Falls der Maschinenraum nicht gefunden oder erreicht werden kann, sollte der Rettungsversuch abgebrochen werden, sofern die Stromversorgung nicht unterbrochen wird. Der wichtigste Aspekt der Rettungsmaßnahme ist die Kontrolle über den festgefahrenen Aufzug.

Mit der Einführung maschinenraumloser (MRL) Anlagen ist die Identifizierung der Stromquelle schwieriger geworden. Die Steuerungen befinden sich oft im Türrahmen eines Terminalgeschosses. Ohne den Schlüssel zum Öffnen der Steuerung kann der Rettungsdienst die Stromversorgung nicht direkt unterbrechen und den Aufzug nicht wieder unter Kontrolle bringen. Die Stromzufuhr zum Aufzug muss lokalisiert und dem Rettungsteam bekannt sein. Zur Sicherheit aller Beteiligten muss vor einem Rettungsversuch die Kontrolle über den Aufzug erlangt werden.

Die Deckenleuchte bleibt an, da die Beleuchtung an einen separaten 110-VAC-Stromkreis vom Hauptdrehstromnetz angeschlossen werden muss. Dies ist kein Hinweis darauf, dass der Strom noch eingeschaltet ist. Welcher Trennschalter in einem Maschinenraum mit mehreren Aufzugssteuerungen ausgeschaltet werden muss, lässt sich auf zwei Arten ermitteln. Die Aufzüge verfügen normalerweise über eine Betriebserlaubnis, die in einem Zertifikatsrahmen über oder unter dem Kabinendrucktastenfeld aufbewahrt wird. Die Erlaubnis hat eine Seriennummer, die auf dem Haupttrennschalter im Maschinenraum steht. Bitten Sie die Insassen, dem Teammitglied außerhalb des Aufzugs zu sagen, dass es diese Nummer laut vorlesen soll. Wiederholen Sie sie dann gegenüber dem Teammitglied im Maschinenraum.

Eine Randbemerkung: Die neueren Vorschriften für die Kommunikation im Auto vermeiden das Problem von Einklemmungen bei Fahrern, die möglicherweise Probleme mit der akustischen oder visuellen Kommunikation haben, was eine große Verbesserung des Bewusstseins der Motorradfahrer darstellt.

Gebäude mit mehreren Aufzügen in einer Bank oder Gruppe müssen außerdem eine alphanumerische Bezeichnung auf oder über dem Kabinenbedienfeld haben. Diese Bezeichnung sollte auch auf dem entsprechenden Trennschalter vermerkt sein.

Testen Sie den Aufzug, indem Sie Rufe über das Bedienfeld der Kabine tätigen. Der wichtigste Verfahrensschritt besteht darin, die Kontrolle über den Aufzug zu erlangen, indem Sie die Steuerung stromlos machen.

Ein Rettungsversuch ohne vorheriges Erlangen und Unterstreichen der Kontrolle durch Abschalten der Stromversorgung ist nicht sicher.

Türbegrenzer

Die meisten Aufzüge verfügen über eine sogenannte Kabinentürsperre. Diese dient dazu, das Öffnen der Kabinentür von innen zu verhindern, sobald der Aufzug die Entriegelungszone jeder Etage (in der Regel 3 bis 7 cm von der Etage entfernt) passiert hat. Diese Sperre muss identifiziert und bei stromlosem Aufzug von der Etagenseite aus überwunden werden. Dazu müssen die Sperren angebracht und die Schachttür mit einem Türkeil offen gehalten werden, um zu verhindern, dass der Federschließer die Mitarbeiter auf der Etage stört.

Die Branche hat verschiedene Arten von Türbegrenzern entwickelt. Das Team muss unbedingt wissen, wie es den Türbegrenzer im blockierten Aufzug erkennt und überwindet. Ist der Türbegrenzer nicht erreichbar oder überwindbar, wird der Rettungsversuch bis zum Eintreffen eines Aufzugstechnikers unterbrochen. 

Wird die Evakuierung abgebrochen, sollte die Kommunikation mit den eingeschlossenen Fahrgästen fortgesetzt werden. Ein stromloser Aufzug ist sicher. Die Möglichkeit einer Bewegung ist gering. Der Aufzug verfügt über eine passive Belüftung, sodass er zwar ungemütlich und warm sein kann, aber unter normalen Umständen ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Die Fahrgäste zu beruhigen, bis geschulte Hilfe eintrifft, ist der beste nächste Schritt. 

Evakuierungsverfahren

Kommunikation

Vor der Evakuierung sollte ein Teammitglied ermitteln, zu welchem ​​Stockwerk der Aufzug am nächsten ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Standort des Aufzugs zu bestimmen:

  • Der Aufzug verfügt möglicherweise über eine Positionsanzeige über dem Eingang zum ersten Stockwerk.
  • Wenn das Gebäude über mehrere Aufzüge verfügt, kann es in der Lobby eine Tafel geben, die die Position jedes Aufzugs anzeigt.
  • Der Maschinenraum kann über eine Positionsanzeige für jeden Aufzug verfügen, die den Standort angibt.
  • Nachdem der Aufzugsstau festgestellt wurde und der Strom abgeschaltet ist, kann das Teammitglied von Stockwerk zu Stockwerk fahren und dabei die Schachttüren maximal 6 cm weit öffnen, um die Kabine in Bezug auf den Stockwerk zu lokalisieren. Sobald der Aufzug lokalisiert ist, ist es wichtig, mit den Fahrgästen zu kommunizieren:
  • Fragen Sie, wie viele Passagiere sich im Auto befinden.
  • Gibt es bei einem der Passagiere medizinische oder körperliche Komplikationen?
  • Bitten Sie sie, ruhig zu bleiben. Es wird Hilfe geleistet.
  • Bitten Sie sie, nicht zu versuchen, die (Auto-)Tür zu öffnen
  • Bitte verzichten Sie auf das Rauchen
  • Halten Sie Abstand von der Tür

Diese Informationen helfen dem Team dabei, Entscheidungen zu treffen und zu beurteilen, beispielsweise hinsichtlich der möglichen Notwendigkeit medizinischer Hilfe.

Fragen Sie die Fahrgäste, ob das Licht im Aufzug brennt. Wenn das Licht nicht brennt, liegt möglicherweise ein Problem mit der Stromversorgung des Gebäudes vor. Wenn das Gebäude über Notstrom verfügt, sollte das Licht eingeschaltet bleiben. Im Falle eines Problems mit der Stromversorgung des Gebäudes muss der Hauptschalter in die stromlose Position gebracht werden, um eine unerwartete Wiederherstellung der Stromversorgung zu vermeiden.

Kommunizieren Sie während des gesamten Vorgangs mit den Bewohnern und versichern Sie ihnen, dass Hilfe geleistet wird und dass sie ruhig bleiben sollen.

Beurteilung der Bedingungen

Bei einer Evakuierung wird der Aufzug vorzugsweise auf eine Etage gefahren und die Fahrgäste können auf gleicher Höhe mit dem Stockwerk aussteigen. Dies erfordert jedoch die Hilfe eines qualifizierten Aufzugstechnikers.

Bevor Sie den Aufzug stromlos machen, suchen Sie den Schlüsselschalter für Phase I des Feuerwehrdienstes im Haupteingangsbereich und aktivieren Sie den Rückrufvorgang, indem Sie den Schalter in die Position „EIN“ drehen.

Beachten Sie, dass dadurch alle Aufzüge der Gruppe zurückgerufen werden. Dadurch kann der Aufzug in die zurückgerufene Etage gelangen, ohne dass weitere Schritte zur Freilassung der Insassen erforderlich sind. Sollte dies zur Freilassung der Insassen führen, ist es am besten, den Aufzug anschließend stromlos zu schalten und zu sperren, bis ein Aufzugstechniker die Ursache für die Einklemmung feststellen kann.

Vorgehensweise mit dem Aufzug am oder in der Nähe des Treppenabsatzes

Nachdem die Einsatzkräfte den nächstgelegenen Stockwerk zum blockierten Aufzug lokalisiert haben, beginnen Sie mit der Abschaltung des Aufzugs.

Öffnen Sie anschließend die Schachttür maximal 6 cm weit, um festzustellen, wie nahe der Haltestelle der Aufzug stecken geblieben ist. Befindet sich der Aufzug innerhalb der vorgeschriebenen Entfernung, aber nicht weiter als 3 cm, schließen Sie die Tür von Hand. Bedenken Sie, dass die Tür mit einem Federschließer ausgestattet ist, der die Tür zuschlagen und so die Türverriegelung beschädigen kann. Installieren Sie die Absperrungen.

Sagen Sie den Fahrern, dass sie sich während des Rettungsversuchs von der Tür fernhalten sollen.

Die Schachttür kann geöffnet werden, damit das Teammitglied im Stockwerk die Schachttür mit einem Türkeil oder Ähnlichem in der geöffneten Position sichern kann. Identifizieren Sie anschließend den Türbegrenzer. Es gibt verschiedene Türbegrenzer-Konfigurationen. Alle Türbegrenzer befinden sich in der verriegelten Position, nachdem die Kabinentür vollständig geschlossen ist, und müssen überwunden oder umgangen werden, bevor die Aufzugstür geöffnet werden kann. Sobald der Türbegrenzer überwunden ist, kann die Tür mit minimalem Kraftaufwand geöffnet werden, sofern der Aufzug stromlos ist.

Den eingeschlossenen Fahrgästen kann nun beim Verlassen des Aufzugs geholfen werden. Wenn der Retter den Stoppschalterschlüssel besitzt, empfiehlt es sich immer, den Aufzug zu betreten und den Schalter auf die Position „AUS“ zu stellen.

Nachdem Sie die eingeschlossenen Fahrgäste befreit haben, lassen Sie den Aufzug verriegelt, bis ein Aufzugstechniker eingetroffen ist, um das Problem zu diagnostizieren und zu beheben.

Der Code A17.4 enthält Richtlinien zur Rettung von Autodächern. Dieser Teil des Codes ist ausschließlich RFD-Mitgliedern vorbehalten. Die für eine Rettung auf einem Autodach erforderliche persönliche Schutzausrüstung, Werkzeuge und Ausbildung machen diese Situation für Gebäudeinstandhaltung und Personal unzugänglich.

Abschnitt II

Betriebsverfahren des Feuerwehrdienstes

Die Veröffentlichung des Kodex beginnt mit einer kurzen Geschichte der Anforderungen an den Feuerwehrbetrieb. Seit 1973 wurde der Kodex mehrfach aktualisiert. Dies betraf die Konfiguration und Position des Schlüsselschalters, die Standardisierung des Feuerwehrschlüssels (FEO-K1) und den Bypass-Betrieb, der den Rauchmelder im Wesentlichen umgeht, um den Betrieb zurückzusetzen. Dadurch werden die akustischen und optischen Signale der Feuerwehrbetriebsphase I gelöscht und die Aufzüge wieder in den Normalbetrieb versetzt, sofern keine anderen Betriebsprobleme vorliegen und die Feuerwehrbetriebsphase II ausgeschaltet ist.

Kommunikation

A17.4 erfordert die Kommunikation zwischen dem Aufzug und einem Gerät außerhalb des Schachts im Gebäude, das weniger als 60 Meter vom Haupteingang/-ausgang der Feuerwehr entfernt ist. Dadurch können Feuerwehrleute von der Brandmeldezentrale oder der Station im Haupteingangsbereich mit dem Inneren des Aufzugs kommunizieren. Dies ist für die Bewältigung von Notfällen, bei denen der Aufzug im Mittelpunkt steht, unerlässlich. Mobiltelefone sind im Aufzug in der Regel nicht effektiv. Neue Technologien, die Internet-Streaming-Plattformen nutzen, könnten jedoch die Verwendung von Kopfhörern, die an eine Cinch-Wandsteckdose angeschlossen sind, bei der Kommunikation zwischen dem Aufzug und der Umgebung des Schachts unterstützen.

Notfalleinsatz der Feuerwehr

Der Feuerwehrnotruf kann über einen Schlüsselschalter im Haupteingangs- und -ausgangsgeschoss eingeleitet werden. Das Ausgangsgeschoss ist am STERN neben der Etagennummer an den Türpfosten sowie am Kabinenknopf im entsprechenden Stockwerk zu erkennen. Durch Betätigen des Schlüsselschalters wird der/die Aufzug/Aufzüge in Phase I versetzt und anschließend in den zu benutzenden Aufzug gefahren, wodurch der Aufzug in Phase II aktiviert wird.

Die Feuerwehrsteuerung kann auch durch Rauch-, Wärmemelder oder Strömungswächter, auch FAIDs genannt, ausgelöst werden. Befindet sich der FAID im Schacht oder Maschinenraum, wird der Aufzug außer Betrieb gesetzt. Die Feuerwehrleuchte leuchtet dann auf und blinkt.

Wird der Rauchmelder im Notausgang aktiviert, fährt der Aufzug in die nächste Etage, normalerweise eine Etage über oder unter dem Notausgang. Durch das Zurücksetzen des Feuerwehrschlüsselschalters werden die FAIDs nicht umgangen. Auch der Normalbetrieb des Aufzugs wird nicht wiederhergestellt, sollte ein FAID weiterhin aktiviert sein.

Jedes Mitglied der Klasse bedient den Aufzug sowohl in Phase I als auch in Phase II des Feuerwehrdienstes gemäß A17.1 Abschnitt 2.7. Obwohl der Kodex vorschreibt, dass die Anleitung zur Bedienung des Aufzugs an den Schlüsselschaltern der Phasen I und II angebracht sein muss, wird eine zusätzliche Kopie bereitgestellt, da viele Hinweisschilder zu klein zum Lesen sind.

Nach der Aufzugsprüfung wird das Protokoll zur Dokumentation dieses Vorgangs von einem der Prüfungsteilnehmer unterschrieben. Selten stellen wir ein Problem mit der Feuerwehr fest; wir besprechen jedoch den Grund der Prüfung, den Standort der erforderlichen Schlüssel und dass dieser Notdienst im Falle eines medizinischen Notfalls genutzt werden kann, um einen Aufzug exklusiv zu beschlagnahmen. Nachdem mehrere Aufzüge derselben Doppelhaushälfte oder Gruppe ins Erdgeschoss gebracht wurden, kann ein ausgewählter Aufzug auf Phase II gesetzt werden. Anschließend können die übrigen Aufzüge durch Rücksetzen des Schlüsselschalters für Phase I wieder in den Normalbetrieb versetzt werden.

Der Code sieht für Hochhausaufzüge eine Feuerleitzentrale und die Verwendung von Feuerwehrtelefonanschlüssen in der Zentrale und gegebenenfalls am Ausgang zur Kommunikation mit den Feuerwehrleuten vor. Die Zentrale verfügt außerdem über Positionsanzeigen für jeden Aufzug sowie einen „EIN/AUS“-Schalter für den Feuerwehrrückruf (Phase I). Ein Baustellenbesuch vor der Vorlesung bestätigt die Existenz der Zentrale.

Funktionen wie Not-/Standby-Stromversorgung können im Unterricht nicht praktisch demonstriert werden. Stattdessen wird auf die Existenz der Wahlvorrichtung hingewiesen. Nach Abschluss des praktischen Teils werden Fragen gestellt, um das Verständnis des behandelten Stoffs zu überprüfen.

Fragen zur Lernverstärkung

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