Zen und die Kunst der Aufzugswartung
By Elevator World | Letzter Blick | Dezember 1, 2014
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Pirsigs Passage über Montageanleitungen, die „große innere Ruhe“ erfordern, beschreibt einen Handwerker, der selten einer einzigen Anweisung folgt, Entscheidungen spontan trifft und so in seine Arbeit vertieft ist, dass seine Bewegungen und die Maschine im Einklang stehen, Geist und Material sich gemeinsam verändern, bis beide zur Ruhe kommen. Diese Philosophie spiegelt die Arbeitsweise mancher Aufzugsmechaniker wider, die seit Jahrzehnten mit ihrer Denkweise und ihrem Fachwissen dafür sorgen, dass die Anlagen fast ein Jahrhundert lang einwandfrei funktionieren. Die noch immer betriebsbereite Hollister-Whitney-Anlage, die auf der NAEC-Ausstellung in Tampa gezeigt wurde, zeugt von der Leistung der Konstrukteure und der gewissenhaften Mechaniker, die sie bis zu ihrer kürzlichen Außerdienststellung instand hielten.
In dem Buch „Zen and the Art of Motorcycle Maintenance“ von Robert M. Pirsig entfaltet sich eine Diskussion zwischen Motorradbegeisterten über eine Reihe von Montageanweisungen, die mit der Aussage beginnen: „… um die Aufgabe ordnungsgemäß auszuführen, ist ‚große Seelenfrieden‘ erforderlich.“ .'“ Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird darauf hingewiesen:
„Der Handwerker folgt selten einer einzigen Anweisung. Stattdessen trifft er Entscheidungen, während er voranschreitet. Er setzt seine Arbeit völlig vertieft und aufmerksam für das fort, was er tut. . . . Die Bewegungen des Handwerkers und der Maschine (an der gearbeitet wird) stehen im Einklang. . . . Das Material und die Gedanken des Handwerkers verändern sich gemeinsam in einem Prozess von Veränderungen, bis der Geist zur gleichen Zeit zur Ruhe kommt, während das Material richtig ist.“
Es ist diese Art von Philosophie und Denkprozess, die seit Jahrzehnten von einigen Wartungsmechanikern in unserer Branche verfolgt wird. Dies hat dazu geführt, dass einige Geräte unserer Branche fast 100 Jahre lang funktionieren können. Die hier gezeigte noch funktionsfähige Hollister-Whitney-Maschine wurde auf der diesjährigen NAEC-Ausstellung in Tampa, Florida, ausgestellt (S.44). Es ist ein Hinweis darauf, was von gewissenhaften Wartungsmechanikern getan wurde und weiterhin getan werden kann, die über die Einstellung verfügen, ihre Arbeit ordnungsgemäß zu erledigen, und über die erforderliche Schulung sowohl für neue als auch für bestehende Aufzugsanlagen verfügen. Diese Ausstellung war nicht nur ein Zeugnis für die Konstrukteure dieses Geräts aus der Zeit um die Jahrhundertwende, sondern auch für die Wartungsmechaniker, die es weiter gewartet haben, bis es (erst vor Kurzem) außer Betrieb genommen wurde.