Aktuelle Situation auf dem Aufzugsmarkt
By Cem Kapukaya | Leserplattform | Januar 2, 2026
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Lokale und ausländische Aufzugsmonteure sind zunehmend besorgt, da langjährige Materiallieferanten in Schwierigkeiten geraten und befürchten, dass bezahlte Aufträge nie eintreffen werden. Schwarze Listen in sozialen Medien und Berichte über unbezahlte Lieferungen spiegeln einen Markt wider, in dem der intensive Wettbewerb skrupellose Akteure und einen gefährlichen Wettlauf um billige Materialien begünstigt. Ich rate Ihnen, weiterhin mit etablierten Marken zusammenzuarbeiten und neu gegründeten Firmen, die mit Kundengeldern arbeiten, skeptisch gegenüberzustehen. Viele Startups gleichen den Schlüpflingen einer Unechten Karettschildkröte; nur wenige überleben die harten Bedingungen. Auch ausländische Montagebetriebe haben gelitten und Beschwerden eingereicht. Bitte schädigen Sie die Branche nicht für schnellen Profit und geben Sie zu, wenn ein Projekt nicht funktioniert, damit andere nicht die Verluste tragen müssen, da türkische Unternehmen für Messen wie die in Marokko weiterhin von entscheidender Bedeutung sind.
Hallo an alle,
Ich möchte meine Ausführungen mit einem bekannten Sprichwort beginnen:
„Ein wandernder Fuchs ist besser als ein schlafender Löwe.“
Die lokalen und ausländischen Aufzugsinstallationsfirmen, die wir besuchen und mit denen wir sprechen, haben begonnen, sich nach der Situation der Unternehmen zu erkundigen, bei denen sie Aufträge erteilen.
In letzter Zeit sind viele besorgt, da Materiallieferanten in Schwierigkeiten geraten sind. Sie fragen sich: „Wir haben bezahlt, aber werden wir unsere Produkte auch erhalten?“ Und das zu Recht! Die Tatsache, dass Unternehmen, die seit Jahren Lieferanten oder Hersteller sind, in den letzten Jahren in Schwierigkeiten geraten sind, lässt sie diese Frage stellen. Betrachtet man die Diskussionen in den sozialen Medien, so werden – ob zu Recht oder zu Unrecht – Listen mit skrupellosen Unternehmen oder Einzelpersonen erstellt. In vielen dieser Diskussionen liest man Kommentare wie: „Ich habe bezahlt, aber die Ware ist nie angekommen.“
In unserer Branche, in der der Wettbewerb so intensiv ist, gibt es natürlich auch skrupellose Unternehmen. Das ist völlig normal. Geht man der Sache nach, läuft es letztendlich immer wieder darauf hinaus, dass versucht wird, „billige Materialien“ zu kaufen. Sind solche Beispiele nicht auch im Alltag keine Seltenheit? Gerade wenn man ein Markenprodukt kaufen möchte und jemand das gleiche Produkt günstiger anbietet, sollte man genauso skeptisch sein wie beim Kauf von Aufzugsmaterialien.
Daher ist die weitere Zusammenarbeit mit etablierten Marken, die sich jahrelang in diesem Sektor engagiert haben, die beste Wahl. Angesichts der hohen Anzahl an Unternehmen in diesem Bereich betrachte ich neu gegründete Firmen, die Unterstützung suchen, stets mit Skepsis. Ich wiederhole es noch einmal: Jeder will sein eigener Chef sein; niemand will für ein festes Gehalt arbeiten. Vor diesem Hintergrund tun mir die Firmen leid, die kein Kapital besitzen, versuchen, mit dem Geld ihrer Kunden Geschäfte zu machen und dann als „Unterstützungssuche“ auf den Markt kommen. Die Kunden hingegen, die solche Firmen unterstützen und am Ende Verluste erleiden, tun mir überhaupt nicht leid.
Wie man so schön sagt: Probieren geht über Studieren.
Diese neu gegründeten Unternehmen gleichen den Jungtieren der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta). Nach dem Schlüpfen an Land überleben nur diejenigen, die das Meer erreichen.
Doch wie bei den meisten Unechten Karettschildkröten werden auch jene, die das Meer erreichen und überleben, von anderen Meerestieren getötet. Nur sehr wenige Schildkröten überleben. Unsere neuen Unternehmen befinden sich derzeit in genau derselben Lage.
Auch ausländische Montagefirmen sind von der Situation hier betroffen. Sie, die im Rahmen einer Vereinbarung Vorauszahlungen oder Anzahlungen geleistet haben, fallen dem Eindruck billiger Arbeitskräfte in der Türkei und der Unehrlichkeit derer zum Opfer, die im Internet lügen. Ich kann die Namen hier nicht nennen, da dies nicht angebracht wäre, aber einige haben sogar Beschwerden beim türkischen Handelsministerium eingereicht.
Ich bitte Sie noch einmal eindringlich: Tun Sie es nicht! Bringen Sie nicht den gesamten Wirtschaftszweig und all jene, die von diesen Jobs leben, in eine schwierige Lage. Setzen Sie nicht den Handel und Ihre Persönlichkeit unter dem Vorwand des Geldverdienens aufs Spiel. Es ist auch eine Tugend zu sagen: „Ich konnte es nicht. Ich habe es nicht geschafft. Es war nichts für mich.“ Wenn Sie erkennen, dass es nichts für Sie ist, geben Sie es bitte auf. Geben Sie es auf, damit nicht noch mehr Menschen leiden müssen.
Abschließend möchte ich Folgendes anmerken: Was würde aus diesen Aufzugsmessen werden, wenn türkische Unternehmen nicht vertreten wären? Jüngstes Beispiel ist die Aufzugsmesse in Marokko.
Freundliche Grüße