Das Potenzial von Digital Out-of-Home Werbung in der Aufzugsbranche
Von Gemma Moore | Vorrichtungen | 1. April 2026
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Aufzugskabinen bieten ein geschlossenes Umfeld mit langer Verweildauer, das sich ideal für Digital Out-of-the-Air eignet.Home Digitale Außenwerbung ermöglicht hyperzielgerichtete, zeitkritische Botschaften und wiederholte Einblendungen. Erfolgreiche Implementierungen erfordern robuste, modulare Hardware, zuverlässige Stromversorgung und Konnektivität, lokales Caching, die Minimierung elektromagnetischer Störungen und die tiefe Integration in Gebäudemanagementsysteme. KI-gestützte Content-Management-Systeme (CMS) und programmatische Auslieferung ermöglichen dynamische, kontextbezogene Planung, während kanalübergreifende Interaktionen die Interaktionsdauer verlängern können. Die Einhaltung der DSGVO, anonymisierte Datenpraktiken und ethische Inhaltsauswahl sind unerlässlich. Branchenbefragungen ergaben, dass digitale Außenwerbung (DOOH) für die Kommunikation und Kostendeckung bevorzugt wird, jedoch lokale redaktionelle Kontrolle, Relevanz und ein ansprechendes Design gefordert werden. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit hängt von hybriden Monetarisierungsmodellen, energieeffizienten Technologien und einer Governance ab, die Datenschutz und Kontextintegrität wahrt.
Ein Blick auf die Verwendung dieser modularen Hardware im Aufzug
von Begüm Avdagiç, Peter Dewhurst und Gemma Moore

Dieses Papier wurde erstmals auf dem 16. Lift & Escalator Technologies Symposium im September 2025 vorgestellt und veröffentlicht unter liftescalatorlibrary.org.
StichwörterDigitaler Out-of-Home (DOOH), Aufzugsbasierte Werbung, Programmatische Inhaltsbereitstellung, Content-Management-Systeme (CMS), Intelligente Gebäudekommunikation, Stakeholder-Akzeptanz
Abstract
Diese Arbeit analysiert das Potenzial von Digital Out-of-Out-of-OutHome Digitale Außenwerbung (DOOH) im Aufzugsumfeld – einem beengten Raum mit hoher Verweildauer, der sich optimal für zielgerichtete und wirkungsvolle digitale Kommunikation eignet. Basierend auf wissenschaftlicher Literatur, Marktforschung und Daten aus direkten Umfragen unter Aufzugsnutzern untersucht diese Arbeit die technische Infrastruktur, betriebliche Herausforderungen, Inhaltsmodelle, Datenschutzaspekte und Monetarisierungsstrategien im Zusammenhang mit DOOH-Anwendungen in Aufzügen.
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz modularer Hardware in Aufzügen und deren Integration in Gebäudemanagementsysteme. Anschließend werden die Content-Planung über Content-Management-Systeme (CMS) mit KI und programmatischer Werbeauslieferung analysiert. Besonderes Augenmerk liegt auf der ethischen Kuratierung von Inhalten und der Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bei der Datennutzung, insbesondere im Aufzugsbereich. Die Ergebnisse einer direkten Befragung von Aufzugsbeteiligten zeigen ein sehr hohes Interesse an digitaler Außenwerbung (DOOH) für die interne Kommunikation und Kosteneffizienz, verdeutlichen aber auch Bedenken hinsichtlich Kontrolle, Relevanz und ästhetischer Beeinträchtigung.
Das Papier skizziert eine Innovationsagenda mit intelligentem Targeting, responsiven Displayumgebungen und effizientem Energieverbrauch im Zentrum. Abschließend wird digitale Außenwerbung in Aufzügen als monetarisierbares Werbemedium und strategische Kommunikationsebene in intelligenten Gebäuden hervorgehoben – allerdings nur dann erfolgreich, wenn Datenschutz, Inhaltsregulierung und Kontext im Mittelpunkt stehen.
1. Einleitung
Digitale Außenwerbung (DOOH) umfasst dynamische, bildschirmbasierte Medien, die im öffentlichen Raum eingesetzt werden – von Werbetafeln am Straßenrand und Einkaufszentren bis hin zu Verkehrsknotenpunkten und Aufzügen. Im Gegensatz zur traditionellen Außenwerbung (Out-of-Home, OOH) …HomeWährend digitale Außenwerbung auf statische Beschilderung setzte, transformiert sie dieses Medium durch die Integration von datengesteuerter Echtzeit-Inhaltsverteilung, kontextbezogener Nachrichtenübermittlung und plattformübergreifender Interaktion über programmatische Netzwerke.. [1,2] Diese Entwicklung hat die Außenwerbung zu einer zunehmend digitalisierten Landschaft gemacht, die KI und Verhaltensanalysen nutzt, um zielgerichtete und responsive Kampagnen zu liefern.
Der globale Markt für digitale Außenwerbung (DOOH) wächst rasant. (Studie von Grand View Research)[3]. Prognosen zufolge wird der Markt bis 2030 ein Volumen von 39.12 Milliarden US-Dollar erreichen. Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Urbanisierung, Investitionen in intelligente Infrastruktur und die Nachfrage nach interaktiven Echtzeitinhalten. Die Akteure nutzen DOOH-Technologien verstärkt, um eine optimale Zielgruppenansprache zu erzielen, den Return on Investment (ROI) ihrer Werbeausgaben zu maximieren und sich an die Trends der digitalen Transformation anzupassen. [4].
Aufzüge bieten ein neues, wenn auch noch relativ unerschlossenes Umfeld für den Einsatz digitaler Außenwerbung (DOOH). Als geschlossene und stark frequentierte Verkehrsbereiche ermöglichen sie lange Verweildauern – typischerweise 30–60 Sekunden – und ein aufmerksames Publikum mit geringer Ablenkung. Zudem bieten Aufzugsbildschirme den Vorteil kontextbezogener Relevanz, sodass Inhalte individuell an die jeweilige Gebäudeumgebung und die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden können. Diese Eigenschaften machen Aufzüge zum idealen Ort für hochgradig zielgerichtete und zeitkritische Kommunikation.[5]. Darüber hinaus sorgt die wiederholte Nutzung der Aufzüge für mehrfache Markenpräsenz, was die Markenbekanntheit steigert und die interne Kommunikation fördert.
Für Aufzugsbetreiber und Gebäudemanager bietet die Installation von digitalen Außenwerbebildschirmen zahlreiche Vorteile. Neben dem Monetarisierungspotenzial durch Werbung können die Bildschirme die Inneneinrichtung modernisieren, die Echtzeitkommunikation zwischen Nutzern ermöglichen und Notfallbenachrichtigungssysteme verbessern.[6,7].
In einer Zeit nach der Pandemie, in der Digitalisierung und kontaktlose Information Priorität haben, verbessern solche Systeme auch das Echtzeit-Nutzererlebnis und stärken die Wettbewerbsfähigkeit.
In diesem Beitrag wird ebenfalls die operative und technische Machbarkeit von DOOH-Werbung in Aufzügen untersucht, basierend auf wissenschaftlicher Literatur, Marktforschung und der Reaktion der wichtigsten Interessengruppen.
2. Technische Infrastruktur von DOOH-Systemen in Aufzügen
2.1 Hardwareintegration und Displaytechnologien
Die Installation digitaler Bildschirme in Aufzügen erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung von Platzverhältnissen, ständiger Bewegung und guter Sichtbarkeit. Der Aufzugsraum ist kompakt und häufig genutzt, Vibrationen und Temperaturschwankungen ausgesetzt, was robuste und widerstandsfähige Hardware erfordert.
Die Platzierung von Bildschirmen in Aufzügen ist entscheidend. Displays dürfen weder Bedienfelder noch Not-Aus-Taster oder die Bewegungsfreiheit der Fahrgäste beeinträchtigen. Ultradünne, flächenbündig in Wandpaneele integrierte Designs bieten eine diskrete und praktische Lösung, die Sicherheit und Bedienkomfort gleichermaßen gewährleistet. Neben ihrer Funktionalität verbessern diese Installationen das gesamte Fahrgasterlebnis und vermitteln ein modernes, Hightech-Image – ein wertvolles Plus für Bürogebäude und hochwertige Wohnanlagen.
2.2 Stromversorgung und Netzwerkanschluss
Zuverlässige Stromversorgung und Konnektivität sind entscheidend für digitale Außenwerbung in Aufzügen. Aufzüge haben in der Regel keinen einfachen Zugang zur gebäudeinternen LAN-Infrastruktur, und kleine Metallkabinen stören die Funksignale. (Outdoor Advertising Association of America)[8]. Die meisten Betreiber nutzen Mobilfunkverbindungen – typischerweise über 4G/LTE-Modems mit externen, außerhalb des Aufzugsschachts angebrachten Antennen. Um Stromausfälle zu vermeiden, müssen redundante Stromversorgungssysteme implementiert werden; eine USV-Anlage wird empfohlen, um den Betrieb bei kurzzeitigen Stromausfällen aufrechtzuerhalten.
Um Latenz und Serviceunterbrechungen zu minimieren, müssen Inhalte lokal auf integrierten Flash-Speichern oder externen Speichermedien wie SD-Karten gespeichert werden. Dies gewährleistet eine reibungslose Wiedergabe auch bei kurzzeitigen Netzwerkausfällen. Die Fernüberwachung des Bildschirmzustands und die Aktualisierung von Inhalten über cloudbasierte CMS-Plattformen bieten Gebäudemanagern und Werbetreibenden Skalierbarkeit und Sicherheit und ermöglichen ein nahtloses Management an mehreren Standorten.
Eine weitere zentrale Herausforderung bei aufzügenbasierten DOOH-Systemen ist elektromagnetisches Rauschen, insbesondere bei Modernisierungsprojekten. Ältere Motoren, veraltete Verkabelung und bestehende elektrische Infrastruktur können hochfrequente elektromagnetische Störungen erzeugen, die Netzwerksignale beeinträchtigen und zu inkonsistenter Datenübertragung führen. Diese Störungen können instabile Verbindungen, Verzögerungen beim Laden von Inhalten oder sogar einen vollständigen Signalverlust zur Folge haben. Um diese Probleme zu minimieren, werden geschirmte Netzwerkkabel eingesetzt, die die Datenübertragungsleitungen vor externen Störungen schützen und so eine saubere, unterbrechungsfreie Verbindung gewährleisten. Die Kontrolle elektromagnetischer Störungen wird daher unerlässlich sein für…
Der Fokus liegt auf der Ausstattung, um die langfristige Zuverlässigkeit von digitalen Außenwerbesystemen in Aufzügen zu gewährleisten. Zukünftige Installationen könnten Signalfiltertechnologien und verbesserte Erdungsmechanismen integrieren, um die Übertragung weiter zu stabilisieren und so die Eignung digitaler Außenwerbung in Aufzügen als robuste Kommunikationsplattform in modernen Gebäuden zu stärken.
2.3 Integration mit Gebäudeleitsystemen (GLT)
Hochwertige DOOH-Implementierungen werden durch die Integration mit BMS ermöglicht, wodurch Inhalte automatisch auf Echtzeit-Eingaben reagieren können. Quinn et al.[9]. Beschreiben Sie, wie IoT-Sensoren, die mit FM-BIM-fähigen Plattformen (Building Information Modeling) verbunden sind, Inhalte aktualisieren können – beispielsweise Belegungsraten, Tageszeit oder Warnmeldungen. So können beispielsweise während der morgendlichen Stoßzeiten schnell scrollende Schlagzeilen oder Angebote für Geschäftsleute angezeigt werden; abends hingegen können Freizeit- oder Lifestyle-Inhalte eingeblendet werden.
Aufzugsspezifische Integrationen können auch Aufzugssteuerungen oder speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) einbinden. Diese Integrationen bewirken, dass sich der Bildschirminhalt je nach Etage oder Zielort des Aufzugs ändert – und liefern so hochrelevante Informationen. Obwohl komplexer, macht dieser mehrschichtige Anwendungsfall DOOH zu einem Bestandteil der digitalen Architektur eines Gebäudes und nicht zu einem eigenständigen System.
2.4 Modulares Design und System-Upgradefähigkeit
Da sich die DOOH-Medienlandschaft rasant weiterentwickelt, müssen die Systeme einfach erweiterbar sein. D'Ambrosio et al. [10] sehen modulares Systemdesign als bewährte Methode, bei der Anzeigeeinheiten, Controller und CMS-Software separat aktualisiert werden können. Dies reduziert den Wartungsaufwand, macht die Installation zukunftssicher und vermeidet Ausfallzeiten durch umfassende Systemerneuerungen.
Nachrüstlösungen und vorverdrahtete Modulsysteme ermöglichen die einfachere Installation von Bildschirmen ohne aufwändige Infrastrukturerneuerung. Dies ist besonders vorteilhaft in älteren Gebäuden, die ihre interne Kommunikation und ihre Einnahmen verbessern möchten, ohne umfangreiche Aufzugsmodernisierungen vorzunehmen.
Modulare Gebäude eignen sich zudem hervorragend für skalierbare Content-Strategien, bei denen mehrere Einheiten auf verschiedenen Etagen oder Ebenen über ein einziges Dashboard verfolgt werden können. Dies ist besonders wertvoll für Immobilienverwalter mit Portfolios von Bürogebäuden, Hotels oder Apartmentkomplexen.
3. Content-Management und programmatische Werbung
3.1 Anforderungen an die Inhaltsplanung und das CMS
Die Einführung von Content-Management-Systemen (CMS) für digitale Außenwerbung (DOOH) wird typischerweise durch den wahrgenommenen Nutzen und die Benutzerfreundlichkeit bestimmt – Schlüsselfaktoren des Technologieakzeptanzmodells (TAM). Wie Shinde et al.[4]. Um die Komplexität zu erhöhen, werden Stakeholder CMS-Tools mit intuitiven Benutzeroberflächen und automatischer Planungsfunktion für zahlreiche Endpunkte einsetzen. Im Kontext von digitaler Außenwerbung in Aufzügen bedeutet dies die Möglichkeit, kurze, kontextsensitive Inhalte zu programmieren, die sich dynamisch je nach Zeit, Gebäudetyp oder Nutzerprofilen ändern.
Sayoh[7]. Zudem wird hinzugefügt, dass die KI-gestützte Integration in das CMS es ermöglicht, Inhalte in Echtzeit auf Umgebungsfaktoren oder das Fahrgastaufkommen zu reagieren. Diese Funktion ist insbesondere in Aufzügen erforderlich, wo sich die Fahrgäste nur für begrenzte Zeit aufhalten und die Botschaften prägnant, dynamisch und unmittelbar relevant sein müssen. Die Planung über das CMS reduziert den operativen Aufwand effektiv und optimiert gleichzeitig die Wirkung der Inhalte.

3.2 Programmatische und automatisierte Anzeigenauslieferung
Da programmatische Infrastruktur in DOOH-Netzwerken immer wichtiger wird, kann die Aufzugsumgebung von einer gezielteren und effizienteren Werbeauslieferung profitieren. (Häglund und Björklund)[1]. Programmatic DOOH wird als Verbindung von Werbetreibenden mit Bildschirmnetzwerken über Echtzeit-Bidding-Plattformen erklärt, wobei die datengesteuerte Kontrolle darüber ermöglicht wird, wann und wo Inhalte angezeigt werden. (Shinde et al.)[4]. Erläutern Sie, wie eine solche Automatisierung die Agilität von Kampagnen verbessert: Anzeigen können innerhalb von Minuten geändert werden, abhängig von Echtzeit-Datenfeeds.
In Aufzügen ermöglicht diese Funktion zeitabhängige Programmierung, Zielgruppenansprache (Wochentag vs. Wochenende) und etagenbezogene Werbung, abgestimmt auf gewerbliche oder private Nutzer. Programmatische Auslieferung bietet zudem Werbeflächen, die mit minimalem oder gar keinem menschlichen Eingriff verkauft werden und sich skalieren lassen, ohne dabei die Relevanz der Inhalte zu beeinträchtigen.
3.3 Interaktion und kanalübergreifende Integration
Über visuelle Botschaften hinaus kann digitale Außenwerbung in Aufzügen ihre Wirkung durch interaktive Touchpoints und kanalübergreifende Maßnahmen verstärken. Sayoh[7] beschreibt, wie KI-gestützte digitale Außenwerbung Umgebungsinformationen – wie die Personendichte oder Bewegungserkennung – nutzt, um Inhalte in Echtzeit anzupassen. QR-Codes, NFC- und BLE-Beacons können als Schnittstellen zwischen den Bildschirmen in Aufzügen und den Mobilgeräten der Nutzer dienen und so eine intensivere Interaktion ermöglichen.
Diese Interaktionsebene stärkt die Erinnerung an Kampagnen und ermöglicht tiefere Konversionsprozesse, insbesondere in Kombination mit umfassenderen Omnichannel-Maßnahmen. Im Aufzugsbereich, wo der Platz begrenzt, die Verweildauer aber hoch ist, können diese digitalen Signale ohne physischen Kontakt starke Reaktionen hervorrufen und so die Fahrt jedes Fahrgastes optimal nutzen.
4. Datenschutz, Reichweitenmessung und Ethik
4.1 Datenschutz, Einwilligung und Datensicherheit
Der Einsatz von digitaler Außenwerbung in Aufzügen erfordert eine strenge Datenschutzstrategie. Aufgrund der geschlossenen Bauweise von Aufzügen müssen alle Datenerfassungsmechanismen, wie Sensoren oder Kameras, den Datenschutzbestimmungen, insbesondere der DSGVO, vollständig entsprechen. Die DSGVO schreibt die ausdrückliche Einwilligung der Nutzer zur Datenerfassung und -verarbeitung vor, sodass die Betroffenen wissen, wie ihre Daten verwendet werden und der Datenverarbeitung widersprechen können.[12].
Um diesen Anforderungen zu begegnen, setzen Werbetreibende zunehmend auf anonymisierte Datenerfassungsmethoden. Sensoren können beispielsweise die Anwesenheit von Personen erfassen, ohne personenbezogene Daten zu speichern, und erfüllen so die Anforderungen der Werbe-Initiative „BE THERE!“, während gleichzeitig zielgerichtete Inhalte angeboten werden können.[13]. Dies schützt nicht nur die Privatsphäre der Nutzer, sondern fördert auch das Vertrauen zwischen Konsumenten und Werbetreibenden.
4.2 Ethische Inhalte und Kontextsensibilität
Der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Außenwerbeinhalten (DOOH) geht über den Datenschutz hinaus und umfasst auch den Inhalt und Kontext der Werbung selbst. Gerade in Aufzügen, wo die Menschen quasi gefangen sind und der Kontakt mit Werbung unvermeidbar ist, ist es entscheidend, dass die Inhalte angemessen und nicht aufdringlich sind. Werbung sollte sensible Themenbereiche meiden und keine Inhalte zeigen, die die Betrachter beleidigen oder ihnen Unbehagen bereiten.
Darüber hinaus wirft der Einsatz adaptiver Werbetechnologien, die Inhalte anhand von Echtzeitdaten personalisieren, ethische Fragen im Hinblick auf die Convention and Exposition 2026 auf – insbesondere das Potenzial für Manipulation und die Aufrechterhaltung von Vorurteilen. Es liegt in der Verantwortung der Werbetreibenden, sicherzustellen, dass diese Technologien verantwortungsvoll eingesetzt werden. Bestehende regulatorische Rahmenbedingungen sollen Missbrauch verhindern und die Integrität der Werbeinhalte gewährleisten.[14].
5. Erkenntnisse der Interessengruppen: Unterstützende Erkenntnisse aus einer Branchenumfrage
Um die Perspektiven auf die digitale Modernisierung von Aufzügen besser zu verstehen, führten wir eine gezielte Branchenumfrage durch. Ziel der Umfrage war es, das Interesse der Beteiligten an der Ablösung herkömmlicher Pinnwände durch digitale Lösungen zu ermitteln, die Einstellung zu Werbung in Aufzügen zu bewerten und wichtige Aspekte für die Relevanz von Inhalten und das Betriebsmanagement zu identifizieren. Durch die Einbeziehung von Befragten aus dem Wohnungsbau, dem Gewerbebau und dem Gastgewerbe – darunter Aufzugsbauer, Berater und Gebäudeeigentümer – konnten wir uns ein umfassendes Bild der aktuellen Situation und zukünftiger Möglichkeiten machen.
5.1 Aktuelle Adoptionslandschaft
Die Nutzung digitaler Aufzugsanzeigen in Gebäuden entwickelt sich rasant, wobei Vorreiter vor allem im Bereich der Gewerbeimmobilien und im gehobenen Wohnbau zu finden sind.
Unsere Umfrage zeigt, dass zwar 63 % der Befragten angaben, digitale Bildschirme in ihren Gebäuden installiert zu haben, aber nur 38 % bestätigten deren Einsatz auch in Aufzügen. Diese Diskrepanz verdeutlicht ein enormes Wachstumspotenzial. Wissenschaftliche Arbeiten bestätigen diese Beobachtung. (Babu und Lakshmaiah)[6]. Sie wiesen darauf hin, dass digitale Bildschirmwerbung in Aufzugshallen weiterhin eine wirkungsvolle und kosteneffiziente Option darstellt, die sich optimal in den Alltag der Bewohner einfügt. Sie betonen die hyperlokale Reichweite solcher Medien, die durch wiederholte Präsenz und die räumliche Nähe zu Entscheidungsräumen wie Büros und Wohnungen noch verstärkt wird.
Außerdem Bah und Haba[15]. Die Autoren stellten fest, dass positive Einstellungen gegenüber digitalen Außenwerbemedien stark mit Vertrautheit und häufiger Nutzung korrelieren – ein natürlicher Vorteil von Aufzugsumgebungen, in denen sich Personen oft in Gefangenschaft befinden und wiederholt Bildschirmen ausgesetzt sind.
5.2 Operatives Management und Content-Governance
Ein wiederkehrendes Thema in den Umfrageantworten war die Bedeutung von Content-Management und -Kontrolle. Mehr als 67 % der Befragten gaben an, ihre Bildschirme nicht öfter als einmal im Monat zu aktualisieren, was die Herausforderung verdeutlicht, einen stetigen Strom neuer und relevanter Inhalte bereitzustellen.
Darüber hinaus betonten 75 % die Wichtigkeit der lokalen Kontrolle über Bildschirminhalte. Die Steuerung gewinnt in lokalen Kontexten noch mehr an Bedeutung. Die Befragten zögerten, die Inhaltskontrolle an Drittanbieter abzugeben, und befürchteten eine mangelnde Markenkonformität, fehlende Relevanz oder visuelle Überfrachtung. Dies deckt sich mit den Ergebnissen von Shinde et al.[4]. Sie heben hervor, dass erfolgreiche DOOH-Kampagnen in unübersichtlichen oder halböffentlichen Umgebungen stark von einer erfolgreichen TAM-Strategie abhängen, die auf der wahrgenommenen Benutzerfreundlichkeit und Nützlichkeit für Betreiber und Bewohner basiert.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Gebäudeeigentümer zwar offen für die Einführung von DOOH-Systemen sind, jedoch nur in Einrichtungen, die eine selektive Filterung der Inhalte und eine Durchsetzung der Relevanz ermöglichen – insbesondere dann, wenn die Einstellung der Nutzer und die Markenidentität des Gebäudes auf dem Spiel stehen.
5.3 Kostensensitivität und Monetarisierung
Der wichtigste Punkt unserer Branchenumfrage war der finanzielle Anreiz für die Installation von digitaler Außenwerbung (DOOH). Ganze 58 % der Befragten gaben an, offen für Werbung von Drittanbietern auf Aufzugsdisplays zu sein, sofern diese zur Deckung der Betriebs- oder Installationskosten beiträgt und sie redaktionelle Mitspracherechte behalten. Einige wenige meinten, die Bereitschaft zur Monetarisierung hänge von einer geringeren Aufdringlichkeit und einer stärkeren Kontextualisierung ab. Dies spiegelt die allgemeine Marktstimmung wider. Kishore Babu[6]. Er verdeutlicht, dass Marken die zunehmende Digitalisierung von Aufzugsflächen als Chance begreifen, Zielgruppen in Momenten ungeteilter Aufmerksamkeit zu erreichen und die optimale Plattform für Markenbotschaften zu nutzen. Gleichzeitig warnt er jedoch davor, dass übermäßige Kommerzialisierung ohne thematische und ästhetische Abstimmung das Nutzererlebnis und das Vertrauen in die Marke beeinträchtigen kann.
Daher scheinen hybride Monetarisierungsmodelle der richtige Weg zu sein, bei denen ein bestimmter Prozentsatz der Bildschirmzeit für gebäudebezogene Ankündigungen oder Community-Inhalte verwendet wird und ein ausgewählter Pool von Werbetreibenden nur begrenzten Zugriff erhält, der strengen Richtlinien unterliegt.
6. Zukunftssicherung und Innovations-Roadmap
6.1 Intelligentes Targeting und responsive Displays
Zu den bahnbrechendsten Entwicklungen im Bereich der digitalen Außenwerbung (DOOH) zählt der Einsatz von KI für Echtzeit-Targeting. Intelligentes Targeting ermöglicht es Bildschirmen, dynamisch auf den Kontext – z. B. Wetter, Wochentag oder demografische Daten – zu reagieren und relevantere und effektivere Inhalte anzuzeigen. Sayoh[7]. beschreibt, wie KI demografische Daten, Verhaltensweisen und den Kontext der Konsumenten analysieren kann, um Inhalte spontan zu personalisieren, das Kundenerlebnis zu maximieren und die Markenerinnerung zu verbessern.
Da städtische Räume immer dichter besiedelt werden, entwickelt sich der Aufzug zunehmend zu einem Zentrum der Online-Interaktion. Untersuchungen von Babu[6]. Die hohe Verweildauer und die typische Nutzung von Aufzügen verdeutlichen, dass Bildschirme in diesen beengten Räumen einen kontinuierlichen Kontakt gewährleisten und die Markenerinnerung stärken können. Neben der Werbung setzen Gebäude zunehmend auf digitale Beschilderung als integralen Bestandteil der Kommunikation, um Mieterinformationen, Mitteilungen an die Hausgemeinschaft und Echtzeit-Nachrichten für das gesamte Gebäude zu ermöglichen.
Langfristig könnte sich digitale Außenwerbung in Aufzügen von passiver Werbung zu einer Plattform für eine gebäudeumfassende Kommunikationsinfrastruktur entwickeln, die nicht nur für Marketingzwecke, sondern auch für die Einbindung der Anwohner, Gebäudemitteilungen und personalisierte Nutzererlebnisse genutzt wird. Die breitere Anwendbarkeit unterstreicht die strategische Bedeutung solcher Installationen auf lange Sicht.
6.2 Konsumentenverhalten und ROI: Vorschläge für weitere Forschung
Während wissenschaftliche Arbeiten und Marktforschung auf hohe Erinnerungs- und Interaktionsraten bei digitaler Außenwerbung hinweisen, sind weitere quantitative Studien erforderlich, um Verhaltensänderungen von Konsumenten in bestimmten Aufzugsumgebungen zu messen. Zukünftige Studien könnten dann untersuchen, wie sich wiederholte Exposition in diesen Umgebungen auf die Markentreue, die Kaufabsicht oder die Zufriedenheit der Mieter auswirkt.
Darüber hinaus könnte das Bewusstsein für die psychologischen Auswirkungen der Nähe zu Bildschirmen und deren Nutzungshäufigkeit in solch beengten Bereichen ein nützlicher Beitrag zur Gestaltung und Organisation von Inhalten sein.
6.3 Energieeffiziente und widerstandsfähige Technologien
Die Zukunftsfähigkeit von DOOH-Netzwerken erfordert auch den Einsatz energieeffizienter Technologien. LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung und E-Ink-Displays der nächsten Generation bieten energiesparende Alternativen ohne Einbußen bei der Lesbarkeit. Darüber hinaus gewährleistet hitze- und vibrationsbeständige Hardware einen unterbrechungsfreien Betrieb auch unter wechselnden Bedingungen in Aufzügen.
Diese Innovationen bestärken das Bekenntnis zu einem ganzheitlichen, zukunftsorientierten Ansatz für aufzügebasierte DOOH-Systeme, bei dem technische Kompetenz gegen funktionale Gebäudeintegration sowie nutzerzentriertes Design abgewogen wird.
7. Fazit
Digitale Außenwerbung (DOOH) etabliert sich zunehmend, insbesondere im bebauten Umfeld. Die Aufzugsbranche mit ihrem inhärenten Publikum und den gewohnten Nutzungsmustern bietet ein attraktives Umfeld für innovative, interaktive DOOH-Systeme. Dieser Artikel erörtert die notwendige technische Infrastruktur, das sich wandelnde Stakeholder-Umfeld und die zukünftige Entwicklung digitaler Bildschirme in Aufzügen.
Branchenberichte und wissenschaftliche Studien belegen, dass die Nutzung zwar zunimmt, der Erfolg jedoch von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen technologischer Innovation, Governance, Inhaltsangemessenheit und Nutzervertrauen abhängt. Die Kombination aus KI-gestütztem Targeting, modularer und energieeffizienter Hardware sowie programmatischer Inhaltsauslieferung bietet Aufzugsbetreibern und Werbetreibenden eine strategische Chance für Kommunikation und Monetarisierung – vorausgesetzt, Datenschutz und Kontextintegrität sind gewährleistet.
Zukünftig geht es nicht mehr nur darum, die Infrastruktur für digitale Außenwerbung (DOOH) zu installieren, sondern auch darum, deren Integration so zu gestalten, dass sie die übergeordneten Ziele aller Beteiligten unterstützt – von der betrieblichen Effizienz bis hin zur Zufriedenheit der Bewohner. Durchdacht installiert, kann DOOH in Aufzügen ein zentraler Bestandteil intelligenter Gebäudeökosysteme und ein äußerst effektiver Werbekontaktpunkt sein.
Referenzen
[1] Häglund, Emil und Johanna Björklund. KI-gestützte kontextbezogene Werbung: Ein Technologiebericht und eine Analyse ihrer Auswirkungen. arXiv:2205.00911, arXiv, 2. Mai 2022. arXiv.org, doi.org/10.48550/ arXiv.2205.00911.
[2] Wang, Jun, et al. Display-Werbung mit Echtzeit-Bidding (RTB) und verhaltensbasiertem Targeting. arXiv:1610.03013, arXiv, 15. Juli 2017. arXiv.org, doi.org/10.48550/arXiv.1610.03013.
[3] Grand View Research. (2025). Marktbericht für digitale Außenwerbung: Größe, Marktanteil und Trendanalyse nach Format (Plakatwände, öffentliche Verkehrsmittel, Stadtmöblierung), Anwendung (kommerziell, infrastrukturell), Region und Segmentprognosen2023-2030. grandviewresearch.com/ Pressemitteilung/globaler Markt für digitale Außenwerbung
[4] Shinde, Santosh, et al. „Ein Überblick über Herausforderungen und Chancen bei der Einführung von DOOH-Technologie für Werbung: Eine betriebswirtschaftliche Perspektive durch TAM.“ Empirical Economics Letters, Bd. 22, Nr. 2, Aug. 2023, S. 137–46.
[5] Vertikaler Eindruck. (15. Juli 2020). Könnte Aufzugswerbung im Jahr 2020 die effektivste Form der digitalen Außenwerbung sein? verticalimpression.com/post/could-elevator-advertising-be-the-most-effective-type-of-dooh-advertising-in-2020
[6] Babu, Kishore und Koneru Lakshmaiah. „Vorteile digitaler Bildschirmwerbung in Aufzugsvorräumen von Wohnanlagen.“ Zeitschrift der Akademie für Marketingstudienvol. 26, nein. 5, 2022, S. 1–2.
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[8] Outdoor Advertising Association of America (OAAA). (2022). Leitfaden zu DOOH-Technologie und -Infrastruktur. oaaa.org/wp-content/uploads/2022/09/DOOHTechnologyandInfrastructure.pdf
[9] Quinn, JA, Vergara, J., Awolusi, I., & Oti, AH (2022). „Mapping von IoT-Sensornetzwerkdaten auf FM-fähige BIMs für die dynamische Gebäudeüberwachung.“ arXiv Preprint, arXiv:2205.05518. arxiv.org/ abs/2205.05518
[10] D'Ambrosio, A., Gaeta, M., Ritrovato, P. und Tomasiello, S. (2010). „Eine Architektur für DOOH-orientierte Informationssysteme: Erfahrungen im Bereich des Kulturerbes.“ In Proceedings der Internationalen Konferenz über Wissensentwicklung und Ontologieentwicklung (KEOD 2010) (S. 398–403). SCITEPRESS – Publikationen zu Wissenschaft und Technologie. scitepress.org/Papers/2010/29692/29692.pdf
[11] Venkatesh, V., und Davis, FD (1996). „Ein Modell der Vorläufer der wahrgenommenen Benutzerfreundlichkeit: Entwicklung und Test.“ Decision Sciences, 27(3), 451-481.
[12] Analytico. (2023). Die Auswirkungen von Datenschutzbestimmungen auf die digitale Werbung. Von analyticodigital.com/blog/impact-of-privacy-regulations-on-digital-advertising
[13] BrandXR. (2024). Digitale Außenwerbung und Datenschutz: Die Gestaltung der Werbung. Von brandxr.io/how-will-digital-ooh-and-data-privacy- shape-the-advertising-landscape
[14] OOH Today. (2024). KI und digitale Außenwerbung: Was sind die Möglichkeiten/Grenzen? Von oohtoday.com/ai-and-digital-ooh- what-are-the-possibilities-limitations/
[15] Bah, Elhadj Ibrahima und Herman Fassou Haba. „FAKTOREN, DIE DIE WIRKSAMKEIT VON OUT-OF-HOME (OOH)-WERBUNG IN MALAYSIA BEEINFLUSSEN.“Internationale Zeitschrift für Rechnungswesen und Unternehmensführung, Bd. 7, Nr. 2, Nov. 2019.

Begüm Avdagiç Sie ist Produktmanagerin bei Dewhurst Ltd. und leitet dort die ingenieurgetriebene Produktentwicklung mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit und kontinuierliche Verbesserung in der Aufzugsbranche. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau und einen Master-Abschluss in Management vom Imperial College London. Bei Dewhurst verantwortet sie den gesamten Lebenszyklus von Aufzugskomponenten und gewährleistet durch technische Präzision nutzerorientierte und wirkungsvolle Lösungen. Avdagiç bringt einen strategischen, funktionsübergreifenden Ansatz in die Produktentwicklung ein und engagiert sich für nachhaltige Innovation und die Förderung von Frauen in MINT-Berufen.

Peter Dewhurst ist Geschäftsführer von Dewhurst Ltd. und hat das Unternehmen durch eine Phase strategischen Wachstums und Innovation in der Aufzugsbranche geführt. Er besitzt einen Master of Engineering (MEng) in Bauingenieurwesen von der Universität Cambridge. Seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2020 hat er maßgeblich zur Modernisierung der Geschäftsprozesse, zur Stärkung der Kundenbeziehungen und zur Positionierung des Unternehmens beigetragen, um den sich wandelnden Anforderungen der vertikalen Beförderung gerecht zu werden. Sein Führungsstil zeichnet sich durch eine pragmatische Herangehensweise aus, die technisches Verständnis mit einer klaren langfristigen Vision verbindet.