KEB hat für F5-Aufzugsantriebe eine interne Bremstransistor-Überwachungsplatine eingeführt, die Kurzschlüsse im Bremstransistor erkennt und verhindert, dass Dauerstrom die Bremswiderstände überhitzt und so die Brandgefahr reduziert. Die Platine ist standardmäßig in den Gehäusen G, H, R und U verbaut und öffnet bei Erkennung eines Kurzschlusses einen normalerweise geschlossenen Pilotkontakt (K1/K2). Dadurch kann die Aufzugssteuerung die Fahrt beenden, die Fahrgäste freigeben und entweder einen Gleichstromschütz zwischen Antrieb und Widerstand oder einen Leitungsschütz öffnen, um die Stromzufuhr zum Antrieb zu unterbrechen. Ein extern montiertes Modul bietet dieselbe Funktion für Nachrüstungen und kleinere Gehäuse. Es wird mit 24 V Gleichstrom versorgt und verwendet BR+/BR- Anschlüsse zwischen ++ und PB.
In diesem Produkt-Spotlight stellt Ihr Autor eine neue Sicherheitsfunktion vor, mit der Aufzugsantriebe auf Bremsfehler überwacht werden können.
KEB hat eine neue Sicherheitsfunktion eingeführt, die es dem F5-Aufzugsantrieb ermöglicht, auf Kurzschlussfehler im Bremstransistor des Antriebs zu überwachen. Bei ordnungsgemäßem Anschluss kann diese interne Überwachungsplatine externe Schäden an Bremswiderständen verhindern, die bei Überlastung eine Brandgefahr darstellen können. Die interne Überwachungsplatine ist Standard bei allen G-, H-, R- und U-Gehäusen für F5-Aufzugsantriebe.

Bremswiderstände sind mit dem Bremstransistor des Frequenzumrichters (GTR7) in Reihe geschaltet, der mit dem DC-Bus verbunden und typischerweise für intermittierenden (nicht kontinuierlichen) Betrieb ausgelegt ist. Das bedeutet, wenn der Bremstransistor des Frequenzumrichters (Abbildung 1) durch einen Kurzschluss ausfällt, fließen die externen Bremswiderstände konstant über den DC-Bus des Frequenzumrichters. Dies kann zu Schäden an den Widerständen führen und eine Brandgefahr schaffen.
Um den Bremswiderstand während eines Kurzschlusses des Bremstransistors mit variabler Frequenz (VFD) richtig zu schützen, muss die Stromversorgung vom Bremswiderstand oder vom VFD selbst getrennt werden. Dies erfolgt in der Regel durch Platzieren eines Schützes zwischen VFD und Bremswiderstand oder vor dem Eingang des Frequenzumrichters. Dieses Schütz kann von einer Temperaturüberwachungsschaltung an den dynamischen Bremswiderständen angesteuert werden. Bei einem Kurzschluss des Bremstransistors werden die Widerstände direkt mit dem VFD-Zwischenkreis verbunden und beginnen sich zu erwärmen, wodurch der Temperaturüberwachungskreis ausgelöst wird, der dann das Schütz öffnet. Obwohl diese Methode effektiv ist, kann sie zu Einklemmungen führen und ist anfällig für Fehlauslösungen, wenn der Temperaturkreis nicht richtig kalibriert ist. Außerdem müssen sich die Widerstände einige Zeit erwärmen, bevor der Temperatursensor auslöst, was eine Gefahr darstellen kann.

Die interne Bremstransistor-Überwachungsplatine von KEB (Bild 2) macht eine Temperaturüberwachungsschaltung an den dynamischen Bremswiderständen überflüssig. Wenn ein Kurzschluss im Bremstransistor erkannt wird, öffnet der Antrieb einen normalerweise geschlossenen Pilotkontakt mit der Bezeichnung K1/K2. Die Klemmen K1/K2 können an die Aufzugssteuerung angeschlossen werden, die so programmiert werden kann, dass sie den Zustand des Kontakts überwacht und die Reaktion bestimmt. Wird während einer Fahrt ein Kurzschluss erkannt, kann die Steuerung reagieren, indem sie die Fahrt beendet, Fahrgäste auslässt und den Schütz öffnet, die Kabine außer Betrieb nimmt und ein Einklemmen verhindert. Der Antrieb zeigt keinen Fehler an, wenn der Bremstransistor kurzgeschlossen ist. Der Kontakt K1/K2 muss von der Aufzugssteuerung auf ordnungsgemäße Ausführung überwacht werden.
Die Bremswiderstände können während eines Bremstransistorausfalls auf zwei Arten spannungsfrei geschaltet werden. Bei der ersten Möglichkeit kann nur der Bremswiderstand vom Antriebskreis getrennt werden. Dies wird mit einem DC-Schütz erreicht, das zwischen Antrieb und Bremswiderständen geschaltet ist (Abbildung 3). Wenn ein Fehler auftritt, kann die Steuerung das Schütz öffnen und den Stromfluss durch die Widerstände stoppen.
Die zweite Möglichkeit unterbricht die Eingangsspannungsversorgung des Antriebs. In diesem Schema kann die Steuerung ein Netzschütz öffnen, das zwischen der Versorgungsspannung und dem Eingang des Umrichters angeschlossen ist, wodurch die Stromzufuhr zum Umrichter unterbrochen wird (Abbildung 4). Sollte der Fehler während der Fahrt auftreten, kann die Steuerung die Kabine vor dem Herunterfahren sicher auf den Boden bringen.

KEB bietet auch eine Bremstransistor-Überwachungsplatine an, die extern im Schaltschrank montiert werden kann (Bild 5). Diese Lösung ist nützlich für bestehende Jobs, die nicht über die interne Überwachungsplatine verfügen, und für die kleineren D/E-Gehäuse des F5.

Das Prinzip der Betriebs- und Kontrollschemata ist das gleiche. Das Modul wird zwischen Steuerung und Antrieb geschaltet. Der Frequenzumrichter kann das Modul über seine 24 VDC-Versorgung mit Strom versorgen, oder es kann eine externe 24 VDC-Versorgung verwendet werden. Die Klemmen BR+/BR- des Moduls sind über die Klemmen des Bremstransistors des Antriebs an ++ und PB verbunden, um den Bremstransistor zu überwachen. Zur Aufnahme des Bremswiderstands und der BR+/BR- Modulanschlüsse ist ein externer Klemmenblock erforderlich. Der Controller kann wieder an die Klemmen K1/K2 des Moduls anschließen und das externe Schütz im gewählten Steuerungsschema ansteuern.