BIM nutzt ein digitales 3D-Modell, das Geometrie und Objekteigenschaften über standardisierte Schnittstellen integriert und Architekten, Bauunternehmen und Aufzugsfirmen die Zusammenarbeit über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ermöglicht. Hersteller müssen Aufzugskomponenten im BIM-Format liefern, damit Architekten Schnittstellen prüfen, Fehler wie falsche Geschossabstände oder Schachtgrößen vermeiden und Gebäudemanager Wartungs- und Ersatzteildaten abrufen können. BIM-Modelle enthalten neben der Geometrie auch Informationen wie Hersteller-, Größen- und Typencodes und aktualisieren zugehörige Elemente automatisch. Steigende Anforderungen und die Nachfrage großer Unternehmen führen zu höheren Anforderungen an die Aufzugsplanungssoftware. Mit zunehmender Reife der BIM-Standards und der Online-Zusammenarbeit werden optimierte Aufzugslösungen in die Planung integriert und überwacht und finden auch auf kleinere Projekte und Wohnhäuser Anwendung.
Building Information Modeling wird uns alle in der Aufzugsbranche in naher Zukunft erreichen.
Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode zur Optimierung der Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung eines Gebäudes anhand eines digitalen 3D-BIM-Modells. Dieses Modell integriert alle Informationen aus der geometrischen Struktur der Objekte und Eigenschaften über eine standardisierte Schnittstelle in eine Datenbank. Dadurch optimiert BIM die Zusammenarbeit zwischen Architekten, Bauherren und Aufzugsunternehmen in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes. Mit BIM kann jede Abteilung Informationen hinzufügen, entfernen oder aktualisieren.
Was BIM für Aufzugsunternehmen bedeutet
Um ein komplettes digitales 3D-Modell eines Aufzugs zu erstellen, benötigen Hersteller Komponenten (zB Türen und Antriebe) im 3D-BIM-Format. Diese integriert der Architekt in ein 3D-Modell des Gebäudes.
Der Vorteil des BIM-Verfahrens besteht darin, die Schnittstellen zwischen Gebäude und Aufzug zu überprüfen. Dadurch werden typische Fehler wie falsche Etagenabstände oder Schachtabmessungen vermieden. Sobald ein Gebäude gebaut ist, können Facility Manager Informationen über die Aufzüge des Gebäudes in ihrem digitalen BIM-Gebäude abrufen. Gemäß der europäischen Richtlinie 2014/24/EU sollen alle öffentlichen Gebäude mit BIM-Methoden geplant werden. In einigen Ländern wie den Niederlanden oder Großbritannien ist dies bereits vorgeschrieben.
Steigende Anforderungen an Aufzugskonstruktionssoftware
Mit all diesen Veränderungen und dem verstärkten Einsatz von BIM werden die Anforderungen an eine Aufzugsplanungssoftware bald steigen. Bisher konnten Sie eine ähnliche 2D-Zeichnung kopieren und für ein neues Projekt anpassen. Dies wird bald nicht mehr ausreichen, da komplette 3D-Modelle mit allen Details zu erwarten sind.
Mehr als nur 3D-Geometrie
Neben der reinen 3D-Geometrie verfügen BIM-Modelle über eine eigene Intelligenz und liefern Zusatzinformationen wie Hersteller, Größe und Typenschlüssel. BIM-Software unterstützt Planer aller Vertragswerker bei der Koordination und Fehlerfrüherkennung. Beispielsweise aktualisiert die intelligente BIM-Software nach Änderung der Geschossabstände in einem geplanten Gebäude automatisch die Schienen-Halter-Abstände.
BIM in der Aufzugsindustrie
Wir von der DigiPara GmbH in Deutschland stellen im Umgang mit unseren Kunden Otis, Schindler, ThyssenKrupp und KONE fest, dass 3D-BIM-Aufzugsmodelle von Architekten insbesondere für Hochhäuser und Großprojekte zunehmend benötigt werden. Im Jahr 2014 wurden weltweit fast 1 Million Zeichnungen und 3D-BIM-Modelle mithilfe unserer integrierten BIM-Software automatisch erstellt.
Der Einsatz von BIM-Software ist ein starker Aufwärtstrend in der Hochhausplanung. BIM-Software wird zunehmend von vertikalen Transportberatern eingesetzt, wo die Methode bisher nur selten im Mittelstand und bei kleineren Projekten eingesetzt wurde.
Facility Manager möchten auch genaue Informationen (zB Wartungszyklen oder Teilenummern) über die verwendeten Komponenten aus dem BIM-Modell des Gebäudes erhalten. Die BIM-Tools der nächsten Generation für Aufzugshersteller werden gut strukturierte Aufzugskomponenten enthalten, die direkt in der Software ausgewählt und berechnet werden können.
Prognose
Heutige BIM-Prozesse werden immer standardisierter. Zukünftig werden digitale Gebäude von allen Beteiligten (Architekten, Ingenieure, Bauherren, Benannte Stellen etc.) online überprüft und modifiziert. Denkbar ist, dass Aufzugsunternehmen eine optimierte Aufzugslösung in das Architekturprojekt einbinden und in allen Planungsphasen begleiten.
Über die Durchdringung der kleinen und mittleren Aufzugsbranche wird dieser BIM-Prozess schließlich auch in der Planung von Privathäusern Einzug halten.
