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By Dr. Lee Gray | Wartung | 1. Februar 2026

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Von 1953 bis 1964 veröffentlichte EW rund 90 Cartoons zum Thema Aufzugstechnik, die Insiderhumor mit dem Zeitgeist verbanden. 50 davon stammten von Syd Chivers. Chivers, ein in London geborener Aufzugsingenieur, der später als freiberuflicher Cartoonist in Großbritannien, Südafrika, Kanada und den USA arbeitete, wurde ab 1958 zu EWs produktivstem Mitarbeiter. 21 Cartoons thematisierten die Wartung – allen voran Seilpannen –, während andere Hydraulik, Systemeinstellungen, Wartungsstandorte und die Erwartungen der Fahrgäste behandelten. Mehrere andere Künstler, teils namentlich genannt, teils anonym, ergänzten Chivers’ Werk. Obwohl die Cartoons Produkte ihrer Zeit sind, regen sie die Frage an, welche Witze zeitlos sind und wie die heutige Praxis solchen Humor verändern könnte. Weitere Cartoon-Themen werden in einem zukünftigen Artikel behandelt.

Dieser historische Artikel untersucht VT-Cartoons, die von 1953 bis 1964 in EW veröffentlicht wurden.

von Dr. Lee Gray, EW-Korrespondent

Man könnte annehmen, dass Aufzugswartung kein Thema ist, das von Natur aus „lustig“ ist. Dennoch gibt es in allen Bereichen der Aufzugsbranche Ereignisse und Umstände, die humorvolle Aspekte oder Eigenschaften aufweisen. Allerdings verliert etwas seinen Humor am schnellsten, wenn man es erklären muss. Niemand hört gern: „Moment mal, das ist lustig, weil …“ Leser von ELEVATOR WORLD können beruhigt sein: Wir verzichten auf jegliche Erklärungsversuche zum Humor in diesem Artikel. Diese Interpretation überlassen wir Ihnen. Dieser Artikel untersucht lediglich (und kurz) … the source, Themen und Künstler hinter dem (angeblichen) Humor. 

Von Oktober 1953 bis Dezember 1964 erschienen in EW rund 90 Cartoons über die Rolltreppenindustrie. Der produktivste Künstler in diesem Zeitraum war Sydney H. (Syd) Chivers mit 50 Cartoons. Der in London geborene Chivers begann 1938 in der britischen Rolltreppenindustrie zu arbeiten. Er war damit beschäftigt, „die alten Rolltreppen der Londoner U-Bahn durch neue Modelle der Firma Waygood-Otis Ltd. zu ersetzen.“[1] Während des Zweiten Weltkriegs diente er bei der Royal Navy und wanderte anschließend nach Südafrika aus, wo er für Waygood-Otis und die Express Lift Co. arbeitete. Anfang der 1950er-Jahre wanderte er nach Kanada aus und arbeitete dort für Otis in Hamilton, Ontario. Bereits 1937 hatte er mit dem freiberuflichen Zeichnen von Cartoons begonnen und diese „Parallelkarriere“ bis zu seinem Umzug nach Kanada verfolgt. 1953 wanderte er in die USA aus, was mit seinem Ausscheiden aus der VT-Branche zusammenfiel (zuerst arbeitete er für die Ford Motor Company in Cleveland, später für Sterer Engineering & Manufacturing in Glendale, Kalifornien). Seine Ankunft an der Westküste 1957 fiel mit der Entdeckung von EW zusammen, wodurch er wieder Kontakt zur VT-Welt fand. Obwohl er beruflich weiterhin außerhalb der Branche tätig war, engagierte er sich 1958 mit der Veröffentlichung seines ersten EW-Cartoons indirekt wieder in ihr.

Abbildung 2: Karikatur von Syd Chivers (EW, Februar 1961)

Neben Chivers lieferten in diesem Zeitraum weitere Künstler Cartoons für EW (einige sind nur mit ihrem Nachnamen bekannt, andere blieben anonym). Zu den namentlich genannten Künstlern gehörten Eddie Beck, Booth, Ed Davis, Alvin Hale, Joe Haskins, L. Herman, Walt Holman, Knudsen und Serrano. Bedauerlicherweise konnten bisher keine biografischen Informationen zu diesen Künstlern gefunden werden. Bekannt ist jedoch, dass vier von ihnen gemeinsam mit Chivers Cartoons zur Aufzugswartung erstellten. Insgesamt befassten sich 21 Cartoons mit diesem Thema. Das beliebteste Thema waren Seile: alte, gerissene und verdrehte Seile, Seilklemmen und die Gefahren unkonzentrierter Arbeiten an Seilen (Abbildungen 1–5). Weitere Themen waren hydraulische Aufzüge, Systemeinstellungen und der Standort der Aufzugswartung (Abbildungen 6–9). Ein Cartoon thematisierte die Erwartungen der Fahrgäste während der Wartungsarbeiten (Abbildung 10). Und schließlich bot die Karikatur vom Dezember 1964 einen Einblick in die mögliche Zukunft der Aufzugswartung (Abbildung 11).

Da diese Cartoons vor über 60 Jahren entstanden sind, stellen sich einige berechtigte Fragen: Haben sie ihren ursprünglichen Humor bewahrt? Ist ein Teil des Humors vielleicht zeitlos und spricht die heutigen EW-Leser noch immer an? Und schließlich: Wie müsste ein Cartoon gegebenenfalls angepasst werden, um die heutige Welt widerzuspiegeln? In Anlehnung an den Warnhinweis in der Einleitung zu Abbildung 11: Cartoon von Alvin Hale (EW, Dezember 1964) wird hier nicht versucht, diese Fragen zu beantworten – dies käme einer Erklärung des Humors der Cartoons gleich. Dennoch scheinen diese Fragen durchaus berechtigt. Die letzte Frage erinnert zudem daran, dass die Wartungs-Cartoons (nur 21 von insgesamt 90) stark von ihrer Zeit geprägt waren. Die anderen Cartoons – die sich mit Aufzugsführern, bedienerlosen Aufzügen, Aufzugsinstallationen, Hausaufzügen und dem Raumfahrtprogramm (ja, Raketen!) befassten – spiegelten ebenfalls deutlich die VT-Welt der späten 1950er und frühen 1960er Jahre wider. Diese Cartoons werden Gegenstand eines zukünftigen Artikels sein.

Literaturhinweis

[1] William C. Sturgeon, „Sag Hallo zu Syd Chivers“, EW (Dezember 1962)

Abbildung 11: Karikatur von Alvin Hale (EW, Dezember 1964)
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