Mit der Abschaltung des PSTN-Netzes im Januar 2027 müssen Aufzugsbetreiber ihre analoge Notrufkommunikation auf mobile IP-Lösungen umstellen, um die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Beginnen Sie mit der Erfassung aller Aufzüge und der Prüfung der Kompatibilität von Alarmanlage und Bedienfeld. Ersetzen Sie anschließend die PSTN-Module durch zertifizierte GSM- oder IP-Geräte und wählen Sie Multi-Roam-SIM-Karten, um eine zuverlässige Verbindung sicherzustellen. Informieren Sie Gebäudeeigentümer und -nutzer frühzeitig und führen Sie ein Kommunikationsmanagementportal für die Fernsteuerung, Überwachung und Abrechnung der SIM-Karten ein. Führen Sie regelmäßige Tests und proaktive Updates durch und erwägen Sie die Integration fortschrittlicher Telefonielösungen, die im Notfall sofortige Standortdaten liefern. Bleiben Sie über neue Technologien wie eSIMs informiert und arbeiten Sie mit erfahrenen Anbietern zusammen, um die langfristige Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Vorbereitung auf eine Aufzugsbranche ohne PSTN
von Chaim Grunfeld
Den meisten Aufzugsbetreibern ist bewusst, dass sie ihre Notfallkommunikationssysteme für Aufzüge bis Januar 2027 von analogen auf mobile Netze umstellen müssen – sofern sie dies nicht bereits getan haben.
Doch was genau beinhaltet dieser Prozess? Und wurden möglicherweise Schritte übersehen? Selbst diejenigen, die frühzeitig auf den Übergang vorbereitet sind, können vor Herausforderungen stehen – und sobald das öffentliche Telefonnetz (PSTN) abgeschaltet ist, wird es keinen Raum für Fehler geben. Aufzugsbetreiber unterliegen weiterhin denselben Vorschriften, einschließlich der Pflicht, allen Fahrgästen zuverlässige Notrufnummern bereitzustellen. Daher ist es wichtig, alles korrekt auszuführen.
Die folgenden neun Schritte werden sicherstellen, dass britische Aufzugsunternehmen rechtzeitig und umfassend auf die Umstellung vorbereitet sind.
Schritt eins: Vollständigen Überblick über die Flotte gewinnen
Bevor die Betreiber Maßnahmen ergreifen, müssen sie ein vollständiges Verzeichnis aller von ihnen verwalteten Aufzüge – sowohl neuer als auch älterer – erstellen und dabei vermerken, welche derzeit für Notrufe auf das öffentliche Telefonnetz (PSTN) angewiesen sind. So wird sichergestellt, dass alle modernisierungsbedürftigen Aufzüge identifiziert und aufgerüstet werden, bevor die Festnetzverbindungen unterbrochen werden. Nur vollständige Transparenz und Verantwortlichkeit gewährleisten die Sicherheit aller Fahrgäste jederzeit und stellen sicher, dass kein Aufzug unkontrolliert oder nicht vorschriftsmäßig bleibt.
Zweiter Schritt: Ältere Technologien bewerten
Sobald vollständige Transparenz über alle Flotten an allen Standorten gewährleistet ist, müssen die Betreiber die Alarmsysteme der einzelnen Aufzüge überprüfen, um festzustellen, ob diese moderne Kommunikationstechnologien wie GSM, IP oder VoIP unterstützen. Ältere Systeme benötigen möglicherweise Hardware-Upgrades oder einen Austausch, um nach der Abschaltung des öffentlichen Telefonnetzes (PSTN) weiterhin kompatibel zu sein.
Auch die Bedienfelder müssen möglicherweise modernisiert werden. Einige ältere Aufzugsbedienfelder sind mit modernen Kommunikationssystemen nicht kompatibel. Betreiber müssen daher prüfen, ob eine Modernisierung der Bedienfelder erforderlich ist, um GSM- oder IP-Verbindungen zu unterstützen, bevor sie die reibungslose Erreichbarkeit von Notrufen gewährleisten können – eine gesetzliche Vorgabe.
Schritt drei: Modul-Upgrades planen
Anschließend müssen selbstverständlich alle PSTN-Module durch kompatible GSM- oder IP-Module ersetzt werden, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Alle neuen Module müssen für den Einsatz in Notaufzügen zertifiziert und vollständig mit Alarmsystemen kompatibel sein, damit die Aufzüge nach der Abschaltung sicher und betriebsbereit bleiben.
Alle Module müssen die Anforderungen für Notrufe erfüllen. Wählen Sie zukunftssichere GSM-Systeme und vermeiden Sie ältere Modelle wie 2G, die derzeit auslaufen. Neuere Modelle bieten eine deutlich höhere Langzeitkompatibilität und damit eine bessere Investitionsrendite.
Wenn Aufzugsüberwachungssysteme oder Backend-Systeme ebenfalls auf PSTN-Signalisierung angewiesen sind, müssen entsprechend Software-Upgrades oder -Austausche vorgenommen werden. Bei einigen modernen GSM- oder IP-Systemen sind Anpassungen erforderlich, um Alarme, Protokolle und Fernüberwachung effektiv zu handhaben.
Schritt vier: Wählen Sie die richtige SIM-Karte
Obwohl SIM-Karten oft erst im Nachhinein betrachtet und gegenüber der Hardware in den Hintergrund gerückt werden, sind sie in puncto Aufzugssicherheit genauso wichtig wie die GSM-Geräte, in die sie eingesetzt werden.
Die meisten herkömmlichen SIM-Karten sind auf einen einzigen Mobilfunkanbieter beschränkt. Das bedeutet, dass in Gebieten mit schwacher oder instabiler Netzabdeckung Notrufe möglicherweise nicht durchgestellt werden können oder die Verbindung nicht aufrechterhalten werden kann. Dies stellt ein inakzeptables Sicherheits- und Compliance-Risiko dar, das Aufzugsunternehmen potenziell ihre Zukunft und ihren Ruf kosten kann.
Multi-Roam-SIM-Karten, speziell für die Aufzugsbranche entwickelt, sind eine kostengünstige und einfach zu implementierende Lösung. Sie verbinden sich automatisch mit dem jeweils stärksten verfügbaren Netz, um eine zuverlässige Notfallkommunikation zu gewährleisten. Die Wahl der richtigen SIM-Karte ist daher entscheidend für die Fahrgastsicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Mit Tarifen mit unbegrenzter Abdeckung und automatischer Verlängerung profitieren Unternehmen von noch mehr Sicherheit.
Fünfter Schritt: Beteiligte frühzeitig informieren
Gebäudemanager, Kunden und Nutzer müssen so früh wie möglich über alle anstehenden Änderungen informiert werden. Klare Kommunikation beugt Überraschungen vor und stellt sicher, dass alle Beteiligten auf mögliche Budgetauswirkungen vorbereitet sind und gleichzeitig die zukünftigen Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.
Schritt sechs: Nutzen Sie ein Kommunikationsmanagementportal
Managementportale können dazu beitragen, die durch die vorangegangenen Schritte erreichte Compliance zu erhalten und aufrechtzuerhalten, indem sie eine vollständige, ortsunabhängige und rund um die Uhr verfügbare Transparenz über Aufzugs-SIM-Karten und Mobilfunkverbindungen bieten.
Branchenspezifische SIM-Karten-Managementportale für Aufzüge ermöglichen es Betreibern, SIM-Kartenstatus, -Nutzung und -Standort zu verfolgen. Zudem können sie SIM-Karten per Fernzugriff aktivieren, was Technikern Zeit spart und Emissionen durch unnötige Vor-Ort-Besuche reduziert. Gebäudemanager sparen Kosten, da sie die SIM-Kartendienste nur dann bezahlen, wenn die Aufzüge in Betrieb sind – dank der einfachen Online-Aktivierung und -Deaktivierung.
Auch die Techniker können neue SIM-Karten automatisch bestellen, während die Betreiber von einer wesentlich einfacheren Nachverfolgung von Abrechnung und Lagerbestand profitieren – ein Beispiel für die Digitalisierung der Kommunikation, die stärkere, nachhaltigere und zukunftssichere Aufzugsunternehmen unterstützt.
Schritt Sieben: Regelmäßig testen und aktualisieren
Sobald neue Maßnahmen eingeführt sind, müssen Aufzugsbetreiber diese proaktiv testen und gegebenenfalls austauschen. Alarme und andere Hardware-Upgrades müssen überprüft werden, um die Zuverlässigkeit der neuen Systeme zu gewährleisten und die Einhaltung der sich ständig weiterentwickelnden Sicherheitsstandards sicherzustellen.
Auch hier können Fernverwaltungssysteme für SIM-Karten helfen, den Überblick zu behalten – insbesondere, wenn alle Informationen an einem praktischen, leicht zugänglichen Ort verfügbar sind.
Schritt Acht: Erweiterte Telefonie in Betracht ziehen
Aufzugsunternehmen, die ihre Dienstleistungen weiter verbessern und den Kundennutzen steigern möchten, sollten auch die Integration fortschrittlicher SIM-Telefonie in ihre Aufzüge in Betracht ziehen. Diese Verbindungen katapultieren Aufzüge in die Zukunft, indem sie sicherstellen, dass die Bediener den Standort eines eingeschlossenen Fahrgastes automatisch und sofort nach Betätigung des Notrufknopfes erhalten. Dies bedeutet schnellere Notfallmaßnahmen und weniger Angst – auch für Fahrgäste, die nicht sprechen können. Inklusion und Konformität werden dadurch gefördert, was zu einer nachhaltigeren Zukunft der Branche beiträgt – in einer Welt, in der barrierefreie Bedienfelder immer mehr zum Standard werden.
Neunter Schritt: Bewahren Sie einen klaren Zukunftsblick
Schließlich müssen die Betreiber, sobald sie vorbereitet sind, stets einen Schritt voraus sein, indem sie die neuesten Entwicklungen im Kommunikationsbereich im Auge behalten, von e-SIMs, die Plastik einsparen und so die Nachhaltigkeit verbessern, bis hin zu SIM-Datenfunktionen, die es eines Tages ermöglichen könnten, die Aufzugstemperatur anzupassen oder klemmende Türen vollständig ferngesteuert wieder zu öffnen.
Da noch ein ganzes Jahr Zeit bleibt, besteht für Aufzugsunternehmen kein Grund zur Panik wegen der Umstellung auf das öffentliche Telefonnetz (PSTN). Entscheidend ist, zuverlässige Partner für fortschrittliche Aufzugskommunikationstechnologien zu finden, die sie durch den Übergang begleiten und so für mehr Sicherheit, Compliance und Kundenzufriedenheit sorgen – bis 2027 und darüber hinaus.